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   FAQs Kräutergarten im Kräuter-Almanach
 FAQ 1  Ich möchte gerne Kräuter anbauen, habe aber keine Erfahrung und nur wenig Platz. Wie fange ich am besten an?
 
 FAQ 2  Kann man verschiedene Kräuterarten zusammen in einen Topf pflanzen?
 
 FAQ 3  Können Regenwürmer meinen Pflanzen gefährlich werden?
 
 FAQ 4  Mein Garten liegt an einer Straße. Kann ich dort überhaupt Gemüse und Kräuter zum Verzehr ernten?
 
 FAQ 5  Was soll ich im Winter mit den Kräuterpflanzen in meinem Garten tun?
 
 FAQ 6  Was tun, wenn der Majoran nach dem Winter im Freien dürre Zweige und nur vereinzelt Blätter hat?
 
 FAQ 7  Was versteht man unter F1 - Hybriden / F1 - Saatgut?
 
 FAQ 8  Welche Pflanze verbirgt sich hinter der Bezeichnung "Comfrey" ?
 
 FAQ 9  Wie ist F1- Hybrid- Saatgut hinsichtlich der Nutzung im Hobbygarten zu bewerten?
 
 FAQ 10  Wo kann ich meinen Boden untersuchen lassen?
 

Die  FAQs im Einzelnen:



 FAQ 1 

Ich möchte gerne Kräuter anbauen, habe aber keine Erfahrung und nur wenig Platz. Wie fange ich am besten an?

Antwort:
Es ist sehr einfach, Kräuter in Töpfen oder sogar in Blumenkästen anzubauen. Die wichtigste Voraussetzung für die meisten Kräuterarten ist ein sonniger Standort. Anfängern rate ich, mit sehr robusten und wüchsigen Arten anzufangen.
Mit folgenden Arten haben Sie schnell Erfolg und können schon bald ernten: Schnittlauch, Schnittsellerie, Liebstöckel, Kapuzienerkresse, Petersilie, Thymian, Pfefferminze, Basilikum, Gartenkresse.
Fotos dieser Kräuter finden Sie im Lexikon.
Wer Lust hat, kann die Pflanzen selbst aussäen. Wie das geht verraten wir in der Rubrik Kräutergarten. Hier erfahren Sie ebenfalls, welches Substrat geeignet ist und wie man düngt.
Einfacher ist es natürlich, wenn Sie zunächst fertige Pflanzen kaufen.Siehe dazu Kauf von Topfkräutern;


 FAQ 2 

Kann man verschiedene Kräuterarten zusammen in einen Topf pflanzen?

Antwort:
Generell ist es natürlich möglich, mehrere Arten in einen Topf bzw. Kasten zu pflanzen, wenn man beachtet, daß es Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen sind. Informationen zu den Standortansprüchen der einzelnen Arten gibt's im Lexikon Anfängern empfehle ich allerdings einen Topf nur mit einer Art zu bepflanzen. Das läßt sich für den Anfang leichter handhaben. So lernen Sie dann die einzelnen Pflanzenarten und ihre Wuchseigenschaften kennen. Mit dieser Erfahrung können Sie später besser funktionierende Pflanzengemeinschaften zusammenstellen. Wenn Sie Blumenkästen bepflanzen wollen, dann können Sie pro Kasten von ca. 55 cm drei mittelgroße Pflanzen setzten. Hier noch drei Pflanzbeispiele für den Kasten, die recht gut funktionieren sollten:
1. Bsp. : Petersilie, Schnittlauch, Schnittsellerie
2. Bsp.: Liebstöckel, Pfefferminze, Schnittsellerie


 FAQ 3 

Können Regenwürmer meinen Pflanzen gefährlich werden?

Antwort:
Hundertprozentig nein! Regenwürmer haben nämlich überhaupt keine Mundwerkzeuge. Sie können nur von Bakterien und Pilzen vorverdaute tote organische Substanz in ihre Mundöffnung "hineinschlürfen".;


 FAQ 4 

Mein Garten liegt an einer Straße. Kann ich dort überhaupt Gemüse und Kräuter zum Verzehr ernten?

Antwort:
Das hängt natürlich davon ab, wie groß die Straße ist. Handelt es sich um eine Spielstraße in einem Wohngebiet, dann ist dort eine geringere Schadstoffbelastung als an einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße zu erwarten. Wenn Sie vor haben Gemüse und Kräuter für die Küche anzubauen, dann ist es für solche Grundstücke in jedem Fall sinnvoll, den Boden sowie den bereits vorhandenen Pflanzenbewuchs auf den Gehalt an Schadstoffen untersuchen zu lassen. Bei Grundstücken an Straßenrändern können vor allem die Schwermetallgehalte (im besonderen Blei, Cadmium und Zink) problematisch sein. Die Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten (LUFAs) bieten speziell für Privatgärtner die entsprechenden Untersuchungen an. Nähere Informationen zum Thema Bodenanalyse erhalten Sie unter www.landwirtschaftkammer.de ;


 FAQ 5 

Was soll ich im Winter mit den Kräuterpflanzen in meinem Garten tun?

Antwort:
Natürlich kommt es darauf an, welche Kräuter-Arten Sie in Ihrem Garten haben. Wenn es einjährige Pflanzen sind, wie z.B.Borretsch, Gartenkresse oder Kapuzienerkresse, dann überdauern sie nur einen Sommer und müssen im nächsten Frühjahr neu ausgesät werden. Um die brauchen Sie sich im Winter also nicht zu kümmern.

Viele Gewürz - und Heilkräuter sind aber ausdauernd und die meisten sind auch frosthart. Es genügt dann, wenn Sie sie zum leichten Frostschutz mit Laubstreu oder Stroh etwas abdecken. Diese Schicht muß aber im Frühjahr vor dem Austrieb wieder entfernt werden, sonst können die Pflanzen faulen. Schneiden Sie die ausdauernden (z.B. Salbei, Zitronenmelisse,Lavendel, Thymian) erst im Frühjahr etwa 10 cm über dem Boden zurück, sonst wird die Pflanze im Winter an warmen Tagen zu stark zum Neuaustrieb angeregt der und kann leichter erfrieren.

Auch bei Stauden (z.B. Liebstöckel, Baldrian), bei denen die oberirdischen Teile ja ganz absterben, sollten diese den Winter über stehen bleiben. Das gibt einen zusätzlichen Frostschutz. Im Frühjar werden diese alten Blätter und Stengel direkt am Boden abgeschnitten. Natürlich kommt es darauf an, welche Kräuter-Arten Sie in Ihrem Garten haben. Wenn es einjährige Pflanzen sind, wie z.B.Borretsch, Gartenkresse oder Kapuzienerkresse, dann überdauern sie nur einen Sommer und müssen im nächsten Frühjahr neu ausgesät werden. Um die brauchen Sie sich im Winter also nicht zu kümmern. Viele Gewürz - und Heilkräuter sind aber ausdauernd und die meisten sind auch frosthart. Es genügt dann, wenn Sie sie zum leichten Frostschutz mit Laubstreu oder Stroh etwas abdecken. Diese Schicht muß aber im Frühjahr vor dem Austrieb wieder entfernt werden, sonst können die Pflanzen faulen. Schneiden Sie die ausdauernden (z.B. Salbei, Zitronenmelisse,Lavendel, Thymian) erst im Frühjahr etwa 10 cm über dem Boden zurück, sonst wird die Pflanze im Winter an warmen Tagen zu stark zum Neuaustrieb angeregt der und kann leichter erfrieren. Auch bei Stauden (z.B. Liebstöckel, Baldrian), bei denen die oberirdischen Teile ja ganz absterben, sollten diese den Winter über stehen bleiben. Das gibt einen zusätzlichen Frostschutz. Im Frühjar werden diese alten Blätter und Stengel direkt am Boden abgeschnitten.

Unter Herbsttips finden Sie mehr Informationen, wie Sie einzelne Pflanzenarten auf den Winter vorbereiten. Unter Herbsttips finden Sie mehr Informationen, wie Sie einzelne Pflanzenarten auf den Winter vorbereiten. ;


 FAQ 6 

Was tun, wenn der Majoran nach dem Winter im Freien dürre Zweige und nur vereinzelt Blätter hat?

Antwort:
Majoran ist zwar eigentlich ausdauernd, hat aber in Deutschland meist das Problem, daß Herbst und Winter zu kalt und vor allem zu naß sind. Er erfriert zwar selten, fault aber sehr leicht. Ich empfehle, die Pflanzen zu entfernen um eine Infektion anderer Pflanzen zu verhindern und im Frühjahr immer neu auszusäen. Achten Sie außerdem auf einen guten Wasserabzug!;


 FAQ 7 

Was versteht man unter F1 - Hybriden / F1 - Saatgut?

Antwort:
Die Bezeichnung F1 bedeutet soviel wie erste Tochtergeneration. F1 - Saatgut entsteht bei der Kreuzung zweier reiner Inzuchtlinien. "Werden zwei genetisch reine Linien miteinander gekreuzt, so sind alle Nachkommen der ersten Generation absolut identisch" - so lautet das 1. Mendelsche Gesetz.

Außerdem nutzt man beim F1 - Saatgut noch einen anderen Effekt aus. Solche direkten Nachkommen von verschiedenen Inzuchtlinien zeichnen sich nämlich häufig durch eine überdurchschnittliche Merkmalsausprägung aus, - d.h. Sie haben beispielsweise extrem große Früchte oder Blüten oder die Pflanzen sind insgesamt einfach größer.

Diesen Effekt nennt man Heterosiseffekt.

F1 - Hybriden haben also den Vorteil, daß der daraus hervorgehende Pflanzenbestand besonders einheitlich wächst und reift und daß die Pflanzen meist gegenüber ihren samenechten Artgenossen leistungsfähiger sind. Das kann für Profianbauer sehr wertvoll sein, weil sie höhere Erträge bekommen, den gesamten Bestand gleichzeitig beernten können (gleichmäßige Reife!) und daß das Erntegut von einheitlicher Qualität ist.

Die ganze Geschichte hat natürlich auch Nachteile. Einer davon ist, daß man die Sorten nicht selbst über Samen weiter vermehren kann weil es auch noch ein zweites Mendelsches Gesetz gibt, das da sinngemäß lautet: Werden die F1- Pflanzen, die aus reinen Linien hervorgingen wiederum mit sich selbst gekreuzt, dann entstehen verschiedenste Neukombinationen aller im Erbgut vorhandenen Merkmalsvarianten.

Das nennt man Aufspalten. Um die F1- Sorte zu erzeugen braucht man also immer die beiden Elternlinien. Die Saatgutzüchter verstehen das übrigens als Vorteil, weil in den Pflanzen sozusagen ein "natürlicher" Sortenschutz "eingebaut" ist, das Saatgut muß also immer wieder neu gekauft werden. ;


 FAQ 8 

Welche Pflanze verbirgt sich hinter der Bezeichnung "Comfrey" ?

Antwort:
Mit dem Namen "Comfrei" oder "Comfrey" wird eine Beinwellart bezeichnet. Ihr botanischer Name ist Symphytum asperum. Sie wird neben dem gemeinen Beinwell (Symphytum officinale) besonders im Biogarten zur Herstellung von pflanzenstärkenden und düngenden Jauchen geschätzt. Jauchen aus Beinwell und Comfrey enthalten reichlich Kali.
Dadurch wird das Pflanzengewebe gestärkt und Schaderregern das Eindringen erschwert. Das Kraut beider Arten kann auch als Mulchmaterial verwendet werden.
Für den Biogarten ist es egal, welche der beiden Arten Sie verwenden. Hier haben beide die gleiche Wirkung.;


 FAQ 9 

Wie ist F1- Hybrid- Saatgut hinsichtlich der Nutzung im Hobbygarten zu bewerten?

Antwort:
Natürlich wird auch im Hobbybereich immer mehr Hybridsaatgut angeboten und wer unbedingt die größten Kohlköpfe ernten will ist damit sicherlich gut bedient. Für Profianbauer ist F1 - Saatgut aus Gründen der Vereinheitlichung von Betriebsabläufen und der Sicherung hoher, zuverlässiger Ernten hilfreich. Es bedeutet aber andererseits eine ständige Abhängigkeit von Saatgutfirmen. Außerdem geht die Entwicklung hin zum Hybridsaatgut auf Kosten der genetischen und kulturellenVielfalt.

Es werden wertvolle alte und regionale Sorten verdrängt. Um dieses Kulturgut zu erhalten bin auch ich der Meinung, daß Hobbygärtner, die ja nicht unter wirtschaftlichen Zwängen stehen, in ihrem Garten mehr Platz für traditionelle Sorten schaffen sollten. Außerdem kann man sich damit Abwechslung auf dem Teller und außergewöhnliche Gaumenfreuden verschaffen.;


 FAQ 10 

Wo kann ich meinen Boden untersuchen lassen?

Antwort:
Hierzu können Sie sich bei der Landwirtschaftskammer Bonn informieren:

LUFA Bonn
Siebengebirgsstraße 200
53229 Bonn


Im Internet unter: www.landwirtschaftskammer.de können Sie sich ein Auftragsformular mit den Preisen für die jeweiligen Untersuchungen und einer Anleitung zu Probennahme und Versand herunterladen.

Für direkte Anfragen steht ihnen ein Servicetelefon zur Verfügung Servicetelefon: 0228 - 434 22 20 oder 0228-434 22 12

Die LUFA s bieten neben der Untersuchung ihres Bodens auch eine Düngeberatung für Hobbygärtner an.;


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