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Hier werden wissenschaftliche Fachbegriffe aus den Bereichen Pflanzen und Gärtnern erklärt. (alphabetisch sortiert)
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A Auflaufen:Auflaufen der Saat bedeutet, die Saat hat gekeimt und die Pflänzchen werden sichtbar.

 
B Biologischer Landbau: siehe Ökologischer Landbau

 
Biologischer Pflanzenschutz: Beim Biologische Pflanzenschutz bedient man sich im weitesten Sinne natürlicher Räuber - Beute bzw. Parasit - Wirt - Beziehungen, um den Befall durch pflanzenschädigende Organismen einzudämmen. Klassische Beispiele dafür sind die Katze, die die Mäuse fängt oder der Vogel, der Schmetterlingsraupen frißt. Andere Möglichkeiten sind die Dezimierung von Insekten durch insektenpathogene Bakterien (z.B. Bacillus thuringiensis) oder die Verdrängung pflanzenschädlicher Pilze durch pflanzenunschädliche Konkurrenten. Biologische Pflanzenschutzmaßnahmen sind im biologischen anbau erlaubt.

 

Bodenleben: Unter dem Begriff "Bodenleben" werden alle im Boden lebenden Organismen zusammengefasst. Die Bodenflora - und Fauna setzt sich zusammen aus Bakterien, Pilzen, Algen und Tieren, wie Milben, Asseln, Tausendfüsslern, Springschwänzen, Regenwürmern usw. .Das Bodenleben hat eine entscheidende Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit, da diese Organismen totes pflanziches und tierisches Material in seine chemischen Bestandteile zerlegen und so für einen neuen Kreislauf zur Verfügung stellen. Außerdem sorgen sie für einen ausgeglichenen Wasser - Luft - Haushalt und sind unverzichtbar für die Entstehung eines stabilen Krümelgefüges, weil sie mit ihren Ausscheidungen und in ihren Körpern die Bodenbestandteile verdauen und verkleben. Diesen Vorgang nennt man auch "Lebendverbauung".

 
C C/N - Verhältnis:C = Chemisches Symbol für Kohlenstoff,N = Chemisches Symbol für Stickstoff
Das g C/N - Verhältnis gibt an, wie schnell verrottbar organisches Material ist. Rotte geschieht unter Mithilfe von Bakterien. Kohlenstoff liefert den Bakterien Energie, Stickstoff liefert Material zum Aufbau von Körpersubstanz. Ist im Verhältnis zum Stickstoffgehalt viel Kohlenstoff im Material vorhanden (z.B. Holz, Rinde, Stroh) geschieht die Rotte langsam. Ist dagegen der Stickstoffgehalt hoch (z.B. Krautige Pflanzenabfälle, Mist) geschieht die Zersetzung schnell und die Nährstoffe werden schnell pflanzenverfügbar. Leicht zersetzbare Materialien haben ein enges C/N - Verhältnis. Schwer verrottbare Materialien haben ein weites C/N- Verhältnis.


 
D Düngung:Unter Düngung versteht man das Zuführen von Nährstoffen zur Förderung des Pflanzenwachstums. Das kann entweder über den Boden erfolgen oder aber durch das Spritzen einer flüssigen Nährstoffsuspension direkt auf die oberirdischen Pflanzenteile. Diese Art der Düngung wird dann als Blattdüngung bezeichnet. Düngung sollte nur in dem Rahmen erfolgen, wie die Nährstoffe von der Pflanze entzogen werden

 
Dunkelkeimer:Das sind Pflanzenarten, bei denen der Einfluß von Licht die Keimfähigkeit stark herabsetzt. Solche Samen müssen zum Keimen vollständig mit Erde abgedeckt werden.

 
E Essentielle Pflanzennährstoffe:Das sind die Nährstoffe, die alle Pflanzen zur vollständigen Entfaltung ihrer Lebensfunktionen (Wachsen, Blühen, Früchte ausbilden) benötigen.

 
F Fertigatio; Der Begriff "Fertigation" setzt sich aus den zwei englischen Worten " to fertilize" ( = "düngen") und "Irrigation" (= "die Bewässerung") zusammen. Profis verwenden diese Methode, um Bewässerung und Düngung in einem Arbeitsgang über das Bewässerungssystem zu erledigen. Dem Wasser, das über Tropfbewässerungssysteme an die Pflanzenwurzeln gebracht wird, wird zusätzlich eine genau abgestimmte Düngerlösung hinzugefügt. Für den Hobbygarten ist dieses System nicht geeignet und auch nicht sinnvoll, weil hier teure elektronische Steuerungsgeräte nötig sind.

 
G Gehaltsklassen: siehe Versorgungsstufen für landwirtschaftlich genutzte Böden

 
Gründüngung : siehe Grüneinsaat

 
Grüneisaat: Als Gründüngung bezeichnet man die Einsaat bestimmter Pflanzen, die nach einer bestimmten Zeit des Wachstums nicht geerntet, sondern wieder in den Boden eingearbeitet werden. Mit einer Gründüngung können Nährstoffe in den oberen Bodenschichten konserviert und so vor Auswaschung geschützt werden. Eine Gründüngung mit tiefwurzelnden Pflanzen kann zur Lockerung verdichteter tieferer Bodenschichten beitragen. Wird eine Grüneinsaat mit Leguminosen angebaut, so kann durch die Tätigkeit der Knöllchenbakterien an deren Wurzeln zusätzlich Stickstoff aus der Luft im Boden gebunden werden und somit dem Pflanzenwachstum zur Verfügung stehen. Eine Grüneinsaat kann auch als Bodenbedeckung im Winter vor Bodenerosion schützen. Grüneinsaaten verbessern im Allgemeinen den Zustand des Bodens und der Bodenfruchtbarkeit.

 
H Humus:Als Humus wird die Gesamtheit der organischen Substanz in einem Boden bezeichnet. Es werden Nährhumus und Dauerhumus unterschieden.
Nährhumus wird von den Bodenorganismen mehr oder weniger schnell abgebaut. Damit stehen die darin gebundenen Nährstoffe und die Energie für Pflanzenwachstum und Bodenleben zur Verfügung. Dauerhumus bleibt über einen längeren Zeitraum stabil und ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Bodens. Die Teilchen sorgen für eine gute Bodenstruktur und können Nährstoffe und Wasser wie ein Schwamm speichern und bei Bedarf wieder freigeben. Die Humusbestandteile eines Bodens sind von dunkler Farbe und somit gut zu erkennen. Je höher der Humusgehalt, umso dunkler ist die Farbe eines Bodens.

 
I Integrierter anbau: Der integrierte anbau ist ein Kompromiß zwischen Biolandbau und konventionellem Landbau. Die chemisch Bekämpfung von Schaderregern wird nicht routinemäßig vorbeugend durchgeführt, sondern erst dann, wenn der wirtschaftliche Schaden durch einen Schädlingsbefall größer ist, als die Kosten für seine Bekämpfung. Pflanzenschutzmittel mit großem Wirkungsspektrum sollen wenn vorhanden durch spezifisch wirkende Mittel ersetzt werden. Den Bauern wird weiterhin Bodenschutz und die Einsparung von Wasser nahegelegt. Dafür gibt es jedoch keine Richtlinien.
Vor einiger Zeit war die bedarfsgerechte Düngung und die regelmäßige Durchführung von Bodenanalysen nur für den Integrierten anbau vepflichtend, heute gelten diese Verpflichtungen aber für alle kommerziell produzierenden Betriebe.

 
J

 
K Kokosfasersubstrat: Es entsteht sozusagen als Abfallprodukt aus den Fasern der Kokospalme. Kokosfasersubstrat wird i.d.R. in Brikettform angeboten, die nur noch mit Wasser aufgequollen werden müssen. Ein Brikett ergibt ungefähr 6 - 8 l Erde. Trocken können die Briketts in der Wohnung gut gelagert werden. Außerdem sind sie sehr leicht zu transportieren. Kokosfasern sind eine echte Alternative zu Torf, weil sie sehr viel Wasser und Luft aufnehmen können und dabei sehr strukturstabil sind. Außerdem sind sie, einmal ausgetrocknet, sehr leicht wieder zu befeuchten, was leider beim Torf nur schwer gelingt.

 
Kompost: siehe Kompostierung

 
Kompostierung : Kompostierung bedeutet, daß organische Abfälle unter Mitwirkung von Bakterien, Pilzen und Bodentieren wieder in ihre Bestandteile zerlegt werden und somit im Nährstoffkreislauf erneut enfließen können. Das Endprodukt dieses Prozesses wird als Kompost bezeichnet und ist ein wertvoller Dünger im Gartenbau. Durch Kompost können auch die physikalischen Bodeneigenschaften und die biologische Aktivität (siehe Bodenleben) verbessert werden.

 
Knöllchenbakterien: Knöllchenbakterien leben an den Wurzeln von Leguminosen. Sie regen die Zellen der Wurzeln zum Wachstum an, so daß die typischen Knöllchen entstehen. Die Bakterien sind in der Lage Stickstoff aus der Luft zu binden und anzureichern. Dieser Stickstoff kommt dann der Pflanze zu gute. Im Gegenzug ernähren sich die Bakterien von den energiereichen Kohlehydraten, die die Pflanzen bei der Photosynthese produzieren.

 
Krümelgefüge: Ein Krümelgefüge liegt dann vor, wenn der Oberboden (die Krume) aus rundlichen, im Durchmesser 1 - 10 mm großen Aggregaten mit hoher Porösität und Stabilität besteht. Ein gutes Krümelgefüge entsteht nur durch die Tätigkeit der verschiedenen Bodenlebewesen (hohe biologische Aktivität) und ist das Ergebnis der Lebendverbauung von organischen und mineralischen Bodenbestandteilen.(siehe auch Bodenleben).

 
  Krümelstruktur siehe Krumelgefüge

 
L Leguminosen: Leguminosen sind eine Pflanzenfamilie, - auf deutsch heißen sie Schmetterlingsblütler. Zu ihnen gehüren z.B. alle Kleearten, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Wicken und Lupinen, um nur einige Vertreter zu nennen. Sie haben die Eigenart, daß sich an ihren Wurzel Knöllchenbakterien wohlfühlen, die Stickstoff aus der Luft binden und somit im Boden sammeln können. Deshalb werden Leguminosen auch als Stickstoffsammler bezeichnet.

 
Lichtindifferente Arten: Die Keimfähigkeit der Samen wird vom Licht nicht beeinflußt.

 
Lichtkeimer: Als Lichtkeimer werden Pflanzenarten bezeichnet, bei denen eine vollständige Keimung der Saat nur unter dem Einfluß von Licht möglich ist. Die Samen solcher Pflanzen dürfen bei der Aussaat nicht mit Erde abgedeckt werden.

 
M Methämoglobinämie: Methämoglobinämie heißt auf deutsch Blausucht. Babies verfügen noch nicht über das notwendige Enzymbesteck, um Nitrit im Blut ausreichend abbauen zu können. So können Nitritionen ungehindert das Hämoglobin des Blutes blockieren und die Sauerstoffaufnahme behindern. Das Kind läuft blau an (Blausucht) und kann im schlimmsten Fall physiologisch ersticken. Lebensmittel, die zur Ernährung von Babies und Kleinkindern verwendet werden unterliegen deshalb besonders strengen Vorschriften auch in Bezug auf Nitrat - und Nitritgehalte.

 
Mineraldünger: Als Mineraldünger werden Mineraliengemische bezeichnet, in denen die Pflanzennährstoffe in ihrer meist gut wasserlöslichen mineralischen Form vorliegen. Künstlich hergestellte Mineraldünger enthalten einen oder mehrere Nährstoffe in genau deffinierter Konzentration. Entsprechend der Anzahl der zusammengefassten Nährstoffe werden die Dünger Ein- bzw. Mehrnährstoffdünger genannt. Dadurch, daß die Substanzen in gut wasserlöslicher Form vorliegen, sind sie auch sofort pflanzenverfügbar. Werden sie jedoch nicht direkt aufgenommen, besteht die Gefahr der Auswaschung in tiefere Bodeschichten und letztlich ins Grundwasser, was zur Belastung der Umwelt führt. Im Ökologischen Landbau sind solche Dünger nicht erlaubt.
Zu den mineralischen Düngern zählen aber auch einige Kalke und Gesteinsmehle. Die meisten von ihnen sind im Gegensatz zu den künstlichen Düngern eher langsam wirkend, weil die Nährstoffe in Mineralstoffkomplexen gebunden sind und erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden müssen. Solche Dünger sind auch im Bioanbau erlaubt.

 
N Nitrit:Nitrit (NO2-) entsteht, wenn Nitrat (NO3-) unter Mitwirkung von Bakterien reduziert wird. Solche Bakterien kommen überall in unserer natürlichen Umwelt und auch im Körper von Menschen und Tieren vor. Nitritionen sind sehr reaktionsfreudig und gehen schnell mit anderen Teilchen neue Verbindungen ein. Sie verbinden sich mit Eiweißstoffen zu Nitrosaminen, können sich an das Hämoglobin des Blutes anlagern und so die Sauerstoffaufnahme hemmen und sie können Durchblutungsstörungen verursachen indem sie sich in den Kappilaren ablagern. Die Blockierung des Hämoglobins ist vor allem für Babys und Kleinkinder gefährlich, weil hier die sogenannte Methämoglobinämie auftreten und zum Tod führen kann.

 
Nitrat: Nitrat ist ein essentieller, d.h. lebensnotwendiger Pflanzennährstoff. Es ist die Stickstoffverbindung mit der chemischen Formel NO3- . Stickstoff (N) liegt in reiner Form gasförmig als N2 in der Luft vor. Nitrat ist die Form, in der Pflanzen Stickstoff aufnehmen können. Der aus dem Nitrat gewonnene Stickstoff wird zum Aufbau von Aminosäuren verwendet, welche u.a. als Bestandteil von Enzymen (=Eiweißverbindungen) eine wichtige Rolle bei der Chlorophyllsynthese spielen. Ohne Stickstoff ist kein Pflanzenwachstum möglich.
Im Körper von Menschen und Tieren hat Nitrat jedoch keine physiologische Funktion, weil hier die Eiweiße aus fertigen pflanzlichen und tierischen Aminosäuren aufgebaut werden. Es wird im Körper zu Nitrit umgewandelt. Ein Zuviel an Nitrat in Nahrungspflanzen und Trinkwasser ist deshalb ein Problem. Grenzwerte für Nitrat im Trinkwasser sind 50 mg / l, bzw. für Wasser zur Zubereitung von Babynahrung 10 mg/l. Für Babynahrung liegt der Grenzwert bei 250 mg / kg Trockenmasse. Der Nitratgehalt in Pflanzen kann nur durch eine sachgemäße Düngung gering gehalten werden.

 
Nitrosamine: Nitrosamine sind Verbindungen aus Nitrit und Eiweißmolekülen. Im Tierversuch wurde eine krebserregende Wirkung vieler Nitrosamine nachgewiesen und sie stehen im Verdacht auch beim Menschen Krebs erzeugen zu können.

 
O Ökologischer Landbau : Ökologischer Landbau hat zum Ziel, die Erzeugung von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Produkten auf ökologisch sinnvolle und nachhaltige Weise zu betreiben. Dabei steht der Schutz von Mensch, Tier, Umwelt und Ressourcen im Vordergrund. Für eine ökologische Wirtschaftsweise ist es notwendig, natürliche Zusammenhänge zu begreifen und die Art der Bewirtschaftung in die natürlichen Gegebenheiten und Systeme einzufügen. Allgemeine Anforderungen an den ökologischen Landbau sind die Förderung und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, die Förderung des natürlichen ökologischen Gleichgewichtes und der Nährstoffkreisläufe sowie eine nicht nur art - sondern auch wesensgerechte Tierhaltung.

 
P Pechnelkenextrakt: Pechnelkenextrakt ist ein Pflanzenstärkungs mittel, welches aus der im Mittelmeergebiet beheimateten Pechnelke (Lychnis viscaria) gewonnen wird. Es fördert das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlingen.
 
Photosythese: Das ist der Vorgang, bei dem aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser unter Einwirkung von Lichtenergie Traubenzucker (C6H12O6) und Sauerstoff (O2)entsteht. Die Photosynthese geschieht in den Chloroplasten,- den Organen in der Zelle, die das Blattgrün - das Chlorophyll enthalten. Das Chlorophyll dient gewissermaßen als "Lichtfalle". Zur Photosynthese sind nur alle grünen Pflanzen in der Lage. Sie ist die Grundlage des Lebens auf der Erde.
Photosynthesegleichung:
6CO2 + 12H2O à C6H12O6 +6H2O +6O2

 
pH- Wert: Das ist die Zahlenangabe zur Unterscheidung der sauren, neutralen oder basischen Reaktion einer Lösung . Saure Reaktion wird durch Überschuß von Wasserstoff- Ionen verursacht, basische Reaktion wird durch Überschuß von Hydroxid - Ionen verursacht. Lösungen mit pH- Werten von 0 - 2 werden als stark sauer, von 3 - 6 als sauer bis schwach sauer bezeichnet. Ein pH- Wert von 7 ist neutral, 8 - 10 schwach basisch bis basisch und 11 bis 14 bedeutet, daß die Lösung stark basisch reagiert. Auf der Haut eines gesunden Menschen herrscht i.d.R. ein pH - von 5,5 vor. Die Bodenlösung eines gesunden, fruchtbaren Bodens sollte einen pH- Wert zwische 6,3 und 6,5 aufweisen.

 
physikalische Bodeneigenschaften: Das Vermögen eines Bodens Wasser zu speichern, die Dichte, das Porenvolumen, wie gut ein Boden belüftet ist und die Beständigkeit seiner Aggregate (siehe Ton - Humus - Komplexe) werden als physikalische Eigenschaften bezeichnet.

 
Pikieren: Pikieren bedeutet Vereinzeln. Nach der Aussaat in Schalen, wenn die Keimblätter der Jungpflanzen voll entwickelt sind und der zweite Blattansatz sichtbar wird, bekommt jede Pflanze ihren eigenen kleinen Topf, um sich gut entwickeln zu können.

 
Q

 
R

 
S Sekundäre Pflanzenstoffe / bioaktive Substanzen: Sekundäre Pflanzenstoffe entstehen in der Pflanze zu ihrem eigenen Schutz vor Freßfeinden und schädlichen Umwelteinflüssen. Ätherische Öle, Glukoside, Alkaloide, Flavonoide und Gerbstoffe sind nur einige Beispiele. Einige von ihnen können auch unsere Gesundheit schützen, uns Heilen, aber auch vergiften (z.B.Alkaloide, Glucoside). Sekundäre Pflanzenstoffe sind wertvolle Bestandteile unserer Nahrung.

 
Substrat: Als Substrate bezeichnen Gärtner Stoffe, in denen Pflanzenwurzeln Halt und meistens auch Nahrung finden. Das können gärtnerische Erden, Torf, verschiedene Pflanzenfasern, aber auch Ton-Granulate (z.B. "Seramis") und Steinwolle sein.

 
T Tonminerale: Tonminerale gehören zur Gruppe der Schichtsilikate (Silikate = Salze der Kieselsäure). Durch ihren schichtweisen Aufbau haben sie eine sehr große Oberfläche. Diese Oberfläche ist negativ geladen und kann positiv geladene Teilchen austauschbar binden - und somit speichern. Auch wichtige Pflanzennährstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sind solch positiv geladene Teilchen. Außerdem können Tonminerale auch Wasser speichern. Dabei quellen sie stark auf. Im Darm von z.B. Regenwürmern werden sie zusammen mit Humusteilchen zu Ton- Humus - Komplexen "lebendverbaut". Es gibt Zweischicht- und Dreischichttonminerale. Ein hoher Anteil besonders an Dreischichttonmineralen ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Bodenfruchtbarkeit.

 
Ton- Humus- Komplexe: Das sind Bodenteilchen, die aus mineralischen Bodenbestandteilen, den Tonmineralen, und Humusteilchen zusammengesetzt sind. Durch sie entsteht eine krümelige aber doch stabile Struktur eines Bodens. Die Aggregate sind relativ beständig gegenüber physikalischen Einflüssen (z.B. Regen, extreme Trockenheit, Wind) und speichern Nährstoffe und Wasser in lockeren Bindungen. Außerdem übernehmen sie Pufferfunktion. Ton- Humus -Komplexe können nur im Darm von Bodentieren, wie z.B. Regenwürmern, entstehen. Sie sind extrem wichtig für die Fruchtbarkeit des Bodens

 
Torf: Torf entsteht, wenn sich abgestorbenes Pflanzenmaterial unter Luftabschluß zersetzt. Dabei wird Kohlenstoff angereichert. Torf ist die erste Stufe bei der Entstehung von Kohle. Die besten Bedingungen zur Torfentstehung (Sauerstoffabschluß und niedriger pH-Wert) bestehen in Feuchtgebieten, wie Mooren und Hochmooren. Heutzutage wachsen die Torfschichten in Mooren etwa 1 mm pro Jahr. Beim Abbau von Torf werden Moore zerstört. Moore sind aber wichtige und selten gewordene Lebensräume für zahlreiche Pflanzen - und Tierarten. Werden diese Lebensräume zerstört, ist die dort lebende Artenvielfalt zum Aussterben verurteilt. Im Hobbygarten ist es leicht möglich, Torfprodukte gegen umweltfreundlichere Materialien einzutaschen. Als verantwortungsbewußter Gärtner sollten Sie das auch tun. Mehr zum Thema Torfersatz

 
Tröpfchenbewässerung: Unter Tröpfchenbewässerung versteht man eine Methode, bei der über ein Schlauchsystem das Wasser Tropfen für Tropfen direkt an die Wurzeln jeder einzelnen Pflanze gebracht wird. Dadurch werden Auswaschungsverluste von Wasser und Nährstoffen verhindert. Das Verfahren schont die Umwelt, weil keine Pflanzennährstoffe wie z.B. Nitrat ins Grundwasser gespült werden. Außerdem wird erheblich Wasser und Arbeitszeit eingespart und die Pflanzen können leichter optimal bewässert werden. Die Nachteile dieser Methode sind hohe Anschaffungs- und Installationskosten sowie ein erhöhter Wartungsaufwand. Für Hobbygärtner gibt es unterschiedliche Systeme von verschiedenen Herstellern in Bau- und Gartenmärkten zu kaufen.

 
U

 
V

Versorgungsstufen für landwirtschaftlich genutzte Böden: Um zu beurteilen, wie hoch ein Boden mit Nährstoffen versorgt ist, werden die bei der Bodenuntersuchung ermittelten Werte in Versorgungsstufen von A bis E eingeordnet. A ist die Klasse für sehr niedrige Gehalte, unter C stehen die anzustrebenden Werte und Werte, die der Versorgungsstufe E zuzuordnen sind, bewertet man als sehr hoch. Wie hoch die Versorgungsstufen festgelegt sind, hängt von der Bodenart ab.
Die Nährstoffgehalte werden in mg / 100 g Boden bezogen auf die Trockensubstanz angegeben. Die Bodenart erfahren sie vom Labor, welches ihre Proben untersucht hat.

In nachfolgender Tabelle können sie die Versorgungsstufen für unterschiedliche Bodenarten ablesen

 

Nährstoffgehalt in mg / 100 g Boden

Nährstoff

Nutzung

Bodenart

A

sehr niedrig

B

niedrig

C

anzu-streben

D

hoch

E

sehr hoch

P2O5

Acker- und Grünland

S, lS, sU, ssL, lU, sL, uL, L

bis 3

4 - 9

10 - 18

19-32

ab 33

   

utL, tL, T

bis 5

6 - 13

14 - 24

25-38

ab 39

K2O

Acker- und Grünland

S

bis 2

3 -5

6 - 12

13-19

ab 20

   

lS, sU, ssL, lU, sL, uL, L

bis 3

4 - 9

10-18

19-32

ab 33

   

utL, tL, T

bis 5

6 - 13

14-24

25-38

ab 39

Mg

Ackerland

S, lS, sU

bis 1

2

3 - 4

5 - 7

ab 8

   

ssL, lU, sL, uL, L

bis 2

3

4 - 6

7 - 10

ab 11

   

utL, tL, T

bis 3

4 - 5

6 - 9

10-14

ab 15

 

Grünland

Alle Böden

bis 3

4 - 7

8 - 12

13-18

ab 19

Erklärung der Abkürzungen:

S = Sand, lS = lehmiger Sand, sU = sandiger Schluff, ssL = stark sandiger Lehm, lU = lehmiger Schluff, sL = sandiger Lehm, uL = schluffiger Lehm, L = Lehm, utL = schluffig toniger Lehm, tL = toniger Lehm, T = Ton

 
W Wurmkompost: Kompost der aus der Wurmkiste gewonnen wird  
Wurmkiste: Die Wurmkiste ist ein System daß es auf kleinstem Raum ermöglicht organische Abfälle zu Komposterde zu verarbeiten. Die Umsetzung der Materialien geschieht unter Mithilfe von Regenwürmern. mehr


 
X

 
Y

 
Z

 
     

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