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| Ein Kompost, in welcher Form auch immer, ist ein Muß für jeden Biogarten. Wenn er gut funktioniert, dann bietet er die beste Möglichkeit, Garten - und Küchenabfälle zu recyclen. Das verringert nicht nur die Müllberge, sondern verschafft dem Gärtner auch einen wertvollen und noch dazu kostenlosen Rohstoff für Düngung und Bodenverbesserung.
Er enthält neben Nährstoffen und Spurenelementen Enzyme und nützliche Mikroorganismen, die das Pflanzenwachstum fördern und unerwünschte Pilze und Bakterien verdrängen. Regenwürmer, die sich in jedem gut komponierten Komposthaufen schnell und zahlreich einfinden, produzieren in ihrem Darm aus organischen und mineralischen Bestandteilen sogenannte Ton-Humus-Komplexe, die eine wichtige Voraussetzung für hohe und dauerhafte Bodenfruchtbarkeit sind. "Regenwurmmist" ist das fruchtbarste Substrat überhaupt und wer Kompost im Garten benutzt, kann auf zugekaufte Phosphat- und Kali- Dünger gänzlich verzichten. Damit die Sache auch reibungslos funktioniert, ist es nützlich, gut darüber Bescheid zu wissen. In den folgenden Abschnitten finden Sie mehr Wissenswertes über Kompost |
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| Wie funktioniert ein Kompost?
Die Kompostmiete ist gewissermaßen ein Reaktor, in dem natürliche Prozesse, wie Zerfall und Neuordnung, die ja auch ständig im Boden ablaufen, schneller und konzentrierter von statten gehen. Dabei werden, wie in einem Kochtopf, unterschiedlichste Zutaten gemischt, in Ihre Bestandteile zerlegt und neu formiert. So entsteht das "Schwarze Gold", das viele Gärtner nicht mehr missen wollen. Die wichtigsten Partner bei der Kompostherstellung sind Bakterien, Pilze und Bodentiere (z.B. Springschwänze oder Regenwürmer). Wird organisches Material in eine Kompostmiete eingebracht, dann treten zunächst Bakterien und Pilze auf den Plan. Sie besiedeln die Pflanzenabfälle und "verdauen sie vor", sodaß anschließend die Bodentiere, am wichtigsten die Regenwürmer, ans Werk gehen können. Dabei können im Inneren der Miete Temperaturen zwischen 40° und 80° C entstehen. Es gibt zwar einige Tiere, wie z.B. Kellerasseln, die auch an den frischen Abfällen knabbern, die meisten aber, insbesondere die Regenwürmer, sind darauf angewiesen, daß ihnen die Nahrung "vorgekaut" wird. Sie haben nämlich keine Mundwerkzeuge zum Zerkleinern. Sie "schlürfen" die breiige Nahrung einfach in sich hinein. Wenn das Material noch mit Pilzfäden (Mycel) durchzogen ist, dann bekommen unsere glitschigen Gartenhelfer zusätzlich Eiweiße, die sie für ihren Körperaufbau brauchen. Das, was am anderen Ende des Wurms herauskommt und vielleicht einmal ein Kohlstrunk oder eine Kartoffelschale war, ist nun wieder die Grundlage für neues Leben im Garten. |
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