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  Ein guter Kompost: Die Mischung machts!

  Es ist zunächst wichtig zu wissen, was überhaupt alles auf den Kompost darf und was nicht.
 
  Schematischer Aufbau eines Komposts

Reisig-Erdschicht-Abfallmischung-Erdschicht-Abfallmischung usw.
  Damit im Kompost optimale Lebensbedingungen für die Mikroorganismen herrschen, muß das C/N-Verhältnis stimmen.

Wenn die Bakterien und Pilze sich vermehren, benötigen Sie Stickstoff (N) zum Aufbau ihrer Körpersubstanz und Kohlenstoff (C ) als Energielieferant. Beides muß in einem bestimmten Verhältnis vorhanden sein.

Um 1 Teil Stickstoff umzusetzen, brauchen die Mikroorganismen 30 Teile Kohlenstoff. Das bedeutet, daß das günstigste C/N- Verhältnis bei 30 : 1 liegt.

Für die Praxis bedeutet das also, daß alle Zutaten in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen müssen.

Um das zu erreichen werden alle Abfälle sorgfältig zerkleinert (z.B. geschreddert) und gemischt. Die einzelnen Abfälle sollten nicht mehr länger, als 10 cm sein. Küchenabfälle sollten schon von Anfang an entsprechend zerkleinert gesammelt werden.
  Günstig ist eine homogene Mischung von ca. 1/3 holziger Teile und 2/3 frischer, krautiger Teile und Küchenabfälle.

Wenn Sie eine größeren Anteil an holzigen Abfällen kompostieren möchten, dann sollten Sie der Mischung etwas Tiermist oder anderen organischen Stickstoffdünger hinzufügen. Das kann z.B. auch Brennesseljauche oder Rhizinusschrot sein.

Die Abfallmischung sollte sich schön feucht, aber nicht matschig anfühlen oder gar tropfen.

Ist sie zu trocken, sollten Sie beim Aufschichten jede Lage mit etwas Wasser (am besten Regenwasser) oder mit der Pflanzenjauche gießen. Wenn Sie Kompostbeschleuniger verwenden, dann gießen Sie diesen anstatt des Wassers oder der Jauche.
  Um die Belüftung auch von unten her zu ermöglichen, wird als erstens eine etwa 20 cm dicke Schicht Reisig oder Gehölzschnitt locker auf dem Boden aufgeschichtet. Darauf kommen 20 - 30 cm dick die gemischten Abfälle. Anschließend wird eine dünne Schicht fertiger Komposterde aufgetragen und darüber dünn etwas langsam wirkender (kohlensaurer) Kalk (z.B.Gesteinsmehl oder Algenkalk) gepudert.

Darauf kommt dann wieder eine Schicht Abfälle und so weiter, - bis der Behälter bis oben hin voll ist. Über die letzte dünne Schicht Erde wird zum Schluß eine Schicht Grasschnitt, Stroh oder Laub verteilt. Dann ist die Miete fertig.

Die Rotte bis zum reifen Kompost dauert insgesamt sechs bis acht Monate. Fertiger, reifer Kompost zeichnet sich durch seine dunkle Farbe, seine krümelige, einheitliche Konsistenz und seinen angenehmen Erdgeruch aus.

Jetzt kann er gesiebt werden (es gibt spezielle Kompostsiebe zu kaufen) und ist anschließend zur Verwendung bereit. Sollten Sie nicht alles auf einmal verwenden können, dann lagern Sie den Rest abgedeckt in einem Gefäß oder an einem geschützten Platz.

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