Kräuteranbau     Biogarten     Gartentips     Der grüne Daumen     Glossar  
   

  Kräutergarten Frühlingstips


 
Durch Klicken auf die Pfeiltaste bzw auf die Pfeiltaste gelangen Sie jeweils
zum nächsten bzw. zum vorhergehenden Tip

 
1. Wie man die Keimfähigkeit von Saatgut prüft

Wenn Sie noch große Mengen Saatgut aus Vorjahren haben, dann lohnt es sich die Keimfähigkeit zu testen, weil viele Gemüse- und Kräutersamen mit fortgeschrittenem Alter schnell an Keimfähigkeit verlieren.

Dazu braucht man Keimschalen oder flache Teller, Fließpapier oder Zellstoff und einen Ort, an dem die Keimproben bei einer gleimäßigen Temperatur von etwa 20ºC gehalten werden können. Von kleineren Samen (z.B. Basilikum, Borretsch usw.) werden 100 Körner abgezählt, bei größeren (Bohenen, Erbsen u.a.) reichen 50.

Bei geringeren Körnerzahlen steigt die Fehlerquote. Auf dem Teller mit dem zurechtgeschnittenen, angefeuchteten Fließpapier werden die Samen so verteilt, daß sie sich gegenseitig nicht berühren. Dann werden die Samen mit einer weiteren Lage feuchten Fließpapiers bedeckt. Jetzt müssen die Proben ständig feucht gehalten werden. Durch laufendes Auszählen und Entfernen der gekeimten Samen kann man leicht den prozentualen Anteil der gekeimten Samen feststellen.

Die durchschittliche Keimfähigkeit sollte bei 80 bis 90 % liegen. Bei einer Keimfähigkeit unter 50% sollte das Saatgut nicht mehr verwendet werden, weil die Nährstoffreserven im Samen u.U. nicht mehr für die Entwicklung kräftiger Pflanzen ausreichen.

 

2. Estragon am besten als Pflanzen kaufen

Vom Estragon (Artemesia dracunculus) gibt es zwei verschiedene Arten: den russischen Estragon und den französischen Estragon (auch unter dem Namen "deutscher Estragon" bekannt).

Das typische feine süße anisartige Estragonaroma hat nur der französische Estragon. Russischer Estragon hingegen riecht kaum aromatisch und hat einen eher derben, leicht scharfen Geschmack.

Französischer Estragon ist nicht über Samen vermehrbar. Ihn kann man nur über Stecklinge und Wurzelausläufer vermehren. Alles, was also in Samentütchen als Estragon daherkommt, ist russischer Estragon.

Legen Sie Wert auf die französische Varietät, dann sollten Sie in einer guten Staudengärtnerei speziell danach fragen.


 

3. Pfefferminze besser vegetativ vermehren

Von der Pfefferminze gibt es viele verschiedene Typen und Arten, die auch Fachleute oft nur schwer voneinander unterscheiden können, weil die verschiedenen Varietäten stark untereinander bastardieren. Es ist so gut wie unmöglich, einheitliches Pfefferminzsaatgut zu gewinnen, weil bei der Samenbildung die Merkmale stark aufspalten.

Dabei kommen dann i.d.R. im Vergleich zur Mutterpflanze minderwertigere Pflanzentypen heraus. Um qualitativ hochwertiges Material zu bekommen empfiehlt es sich daher Pfefferminze bereits als Pflanzen zu kaufen oder aus vorhandenen, bewährten Pflanzen durch Stolonen oder Stecklinge zu vermeh
ren.



 

4 .Petersilie mag`s geschützt

Suchen Sie für ihre Schnittpetersilie im Garten einen Standort aus, an dem sie vor winterlichen Nord- und Ostwinden geschützt steht. Dabei ist auch ein halbschattiger Platz durchaus noch akzeptabel. Wer Petersilie auch im Winter ernten möchte sollte sie an einer Südwand säen und im Herbst mit einer Schutzvorrichtung (lichtdurchlässig!) überbauen.


 
5. Petersilie nicht zu früh säen

Die Petersilie keimt bedeutend schneller und sicherer, wenn der Boden schon angewärmt und ausreichend abgetrocknet ist. Wird sie zu früh gesät, liegt der Samen zu lange im Boden und es besteht die Gefahr, daß er verfault. Deshalb sollte die Aussat nicht vor dam 15 März stattfinden. Die normale Keimdauer von Petersilie beträgt 3 Wochen. Bei Schnittpetersilie genügt ein Reihenabstand von 12 bis 15 cm.

 

6. Vermehrung von Schnittlauch

Man kann Schnittlauch entweder durch Aussaat oder durch Teilen vorhandener Bestände vermehren. Weil Schnittlauchsamen nur ein Jahr lang voll keimfähig bleiben empfiehlt sich eine Keimprobe (Siehe Tip 1.).

Ab Mitte März kann in Schalen im ungeheizten Gewächshaus oder im Frühbeet gesät werden. Dabei sollten die Samen ziemlich dicht ausgestreut werden, weil Schnittlauch am besten in kleinen Büscheln gepflanzt wird. Sobald in vorhandenen Beständen die ersten grünen Spitzen sichtbar werden, kann geteilt werden. Die Teilpflanzen dürfen allerdings nicht tiefer eingepflanzt werden, als sie vorher gestanden haben. Sowohl als Reihenabstand, als auch als Pflanzenabstand sind 20 cm optimal.


 

7. Salbei mag keine nassen Füße

Salbei stellt an die Bodenbeschaffenheit im Wesentlichen keine hohen Ansprüche. Was er jedoch übel nimmt, ist Staunässe und ein niedriger pH-Wert (unter 6,5). Ein tiefgründig gelockerter Boden mit hohem Humusgehalt ist ideal. Der pH- Wert des Bodens sollte vor Beginn der Vegetationsperiode geprüft werden und wenn nötig durch das Einarbeiten von Kalk eingestellt werden.


 
8. Salbei an geschützten Standort pflanzen

Salbei sollte an einem Platz gepflanzt werden, wo er im Winter gegen scharfe Ostwinde geschützt steht. Dazu eignen sich besonders die Süd- oder Südwestseiten von Mauern, Schuppen oder Sträuchern.


 

9. Tymian mag kalkhaltige, humose Standorte

Die besten Erträge erntet man, wenn man ihn außerdem an einem vollsonnigen, windgeschützten Standort anbaut. Wegen seiner geringen Höhe eignet er sich auch gut als Einfassungspflanze oder als Fugenpflanze zwischen Gehwegsteinen.


 

10. Wachstumserleichterung für Sämlinge in schwierigen Böden

Wer einen sehr schweren, lehmigen, wenig strukturstabilen Gartenboden hat, der läuft Gefahr, daß die Erdoberfläche nach dem Angießen der Aussaat hart verkrustet und die zarten Sämlinge sie nicht durchbrechen können.

Um das zu verhindern sollten bei der Direktaussaat die Samen angegossen werden, bevor man sie mit Erde bedeckt.

Eine andere, noch bessere Möglichkeit ist das Füllen der Saatrillen mit gut verrotteter feinkrümeliger Komposterde. Darin können die Samen eingebettet werden und damit werden sie auch abgedeckt. Außerdem erwärmt sich die dunkle Komposterde leichter und sie hält schon Nährstoffe für die jungen Pflänzchen bereit.


 

11. Dill wächst gern als Vagabund

Dill gedeiht auf allen Bodenarten und auch an halbschattigen Stellen. Man muß ihn gar nicht auf einem extra Beet säen, sondern kann die Samen zwischen anderen Kräutern und Gemüsepflanzen einfach ausstreuen und leicht einharken.

Das soll angeblich auch eine positiver Wirkung auf die Nachbarpflanzen haben. Läßt man einige Fruchtstände stehen, dann saamt er sich von selbst aus und kommt im nächsten Jahr wieder.


 
12. Kerbel braucht einen nährstoff- und humusreichen Standort

Außerdem muß auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden. Geerntet wird Kerbel, wenn er eine Höhe von 25 bis 30 cm erreicht hat. Läßt man ihn höher wachsen, verausgabt er sich schnell bei der Bildung der Blüten.
1g Kerbelsamen (das sind etwa 450 Körner) pro m² genügt. Die Keimdauer beträgt etwa 8 Tage.

Ab Mitte März kann mit der Aussaat begonnen werden. Will man regelmäßig ernten, dann empfiehlt es sich die Aussaat alle 4 Wochen zu wiederholen. Mit zunehmender Tageslänge tritt allerdings das Wachstum der Blätter zu Gunsten der Blütenbildung zurück, so daß die Erträge späterer Aussaaten geringer ausfallen.

 

13. Geschützt und vollsonnig, - so ist`s der Melisse am liebsten

Dabei sollte der Boden gut belüftet, nährstoffreich und nicht zu trocken sein. Deshalb muß er schon im Herbst vor der Pflanzung tiefgründig gelockert werden. Pro m² braucht man 10 Pflanzen.

Sie können durch Teilung älterer Pflanzen gewonnen oder aus Samen im Gewächshaus ab Anfang März vorgezogen werden. Teilpflanzen sollten bis auf eine Hand breit über dem Boden zurückgeschnitten und ab Ende April in einem Abstand von 30 x 30 cm gepflanzt werden. Vor eventuellen Spätfrösten kann eine zeitweilige Vliesabdeckung schützen.


 

14. Pfefferminze nicht zu schattig pflanzen

Pfefferminze verträgt sonnige bis halbschattige Standorte. An sehr schattigen Plätzen wird sie hingegen besonders in regenreichen Jahren häufig vom Pfefferminzrost, einer Pilzkrankheit, befallen.

Gut geeignet sind Stellen zwischen locker stehenden Beerensträuchern.
Pfefferminze kann bis zu 80 cm hoch werden und wuchert rasch durch sich ausbreitende Wurzelausläufer. Deshalb ist es wichtig, einen genügenden Abstand zu Nachbarpflanzen einzuhalten.


 

15. mehrjährige Gewürzkräuter pflanzen

Im letzten Aprildrittel ist es an der Zeit, aus Samen vorgezogene mehrjährige Gewürzkräuter zu pflanzen. Gegen eventuelle Spätfröste empfiehlt sich eine zeitweise Abdeckung mit Gärtnervlies.

Ist der April in dieser Zeit bereits sonnig und warm, dann muß auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden, damit die Jungpflanzen gut und zügig anwachsen.


   
 
16. Sommerfrische! - Borretsch braucht Luft und Sonne

Für Borretsch ist ein gut durchlässiger humoser Boden an einem sonnigen, luftigen Standort ideal. Er wird ab Mitte April an Ort und Stelle im Freiland ausgesät. Man sollte immer frisches Saatgut verwenden, oder eine Keimprobe machen, weil die Keimfähigkeit bereits im zweiten Jahr sehr nachläßt.

Der Reihenabstand sollte 25 cm groß sein. Borretsch sollte nicht zu dicht gesät werden. Für 1m² braucht man höchstens 4 bis 5 g. Die Samen werden 1,5 bis 2 cm stark mit Erde bedeckt und leicht angedrückt.

 

17. Würziges Bohnenkraut braucht Sonne

Einjähriges Bohnenkraut ist anspruchslos und kommt auch in halbschattigen Lagen zurecht. An sonnigen Standorten ist die Würzkraft aber wesentlich höher.
Auch in günstigen Lagen sollte einjähriges Bohnenkraut nicht vor Ende April an Ort und Stelle ausgesät werden.

Weil es frostempfindlich ist, muß es nach dem Auflaufen geschützt werden, falls Spätfröste zu erwarten sind. Die Samen von Bohnenkraut sind nur im ersten Jahr nach der Reife voll keimfähig. Deshalb sollte immer nur aktuelles Saatgut verwendet werden.


 

18. Vorsprung für Kapuzienerkresse durch Jungpflanzenanzucht

Möchten Sie bereits im Mai kräftige Kapuzienerkressepflanzen zur Verfügung haben, dann empfiehlt es sich die Pflanzen ab Mitte bis Ende Februar im Gewächshaus oder an einer extra hellen Fensterbank vorzuziehen. Dafür wird je ein Samenkorn in z.B. einen 6-er Topf (6cm Durchmesser) gelegt und 1,5 bis 2 cm mit Erde bedeckt.

Kapuzienerkresse mag es feucht, deshalb ist auch nach dem Auflaufen auf ausreichende Bewässerung zu achten. Ab dem 20.Mai werden die kräftigen Pflanzen dann an einem halbschattigen Platz mit tiefgründigem, humosen und nährstoffreichen Boden ausgepflanzt. Wichtig ist auch hier wieder: regelmäßig gießen!


 

19. Majoran hats` gern warm und trocken

Er ist frostempfindlich und sollte erst nach dem 20. Mai an Ort und Stelle gesät bzw. gepflanzt werden. Werden vorgezogene Pflanzen gesetzt, dann dürfen sie nicht tiefer gepflanzt werden, als sie vorher gestanden haben. Um starke Pflanzenbüsche zu bekommen, nimmt man 2 bis 3 Pflanzen zusammen.

Der Reihenabstand sollte 20 cm nicht unterschreiten. In der Reihe sind 15 cm ausreichend. Alle Pflanzenteile, sowohl oberirdisch, als auch unter der Erde, reagieren empfindlich auf Kälte und Feuchtigkeit, weil sie dann leicht Pilzkrankheiten zum Opfer fallen. Deshalb ist ein leichter, gut belüfteter und tiefgründig gelockerter Boden einem schweren, lehmigen Boden vorzuziehen. Gegossen werden sollte nur direkt an die Wurzeln, damit die Blätter nicht naß werden.

Vollsonnige, geschützte Lagen sind optimal für den Anbau von Majoran.


 
20. Basilikum - ein Kind des Südens

Für Basilikum gilt ähnliches, wie für Majoran. Auch hier sollte Pflanzung bzw. Aussaat nicht vor dem 20. Mai stattfinden. Basilikum fühlt sich am wohlsten z.B. an der Südseite einer Mauer, wo es sonnig und windgeschützt steht.

Werden vorgezogene Pflanzen gesetzt, dann kann anfänglich eine lockere Vliesabdeckung als Verdunstungsschutz angebracht werden, insbesondere bei hoher Sonneneinstrahlung.

 

21. Ende Mai noch einmal Borretsch aussäen

Um wieder junge Borretschblätter ernten zu können, ist es sinnvoll Ende Mai noch einen zweiten Satz Borretsch nachzusäen.


 

22. ab Juni geht die Ernte richtig los


Ab Mitte Juni kann von den meisten Gewürzkräutern fortlaufend geerntet werden. Achten Sie darauf,daß Sie junge, mehrjährige Pflanzen nicht zu stark beernten, damit sie trotzdem kräftig weiterwachsen können.



Anzeige
Hier finden Sie eine grose Auswahl Bio-Kräutersaatgut und Bio-Gemüsesaatgut sowie Gärtnerbedarf für den biologischen Anbau.
Schopfsalbei
Halloween - Kürbis
Baldrian
Möhre
Schopfsalbei
Bio-Saatgut
Halloween - Kürbis
Bio-Saatgut
Baldrian
Bio-Saatgut
Möhre
Bio-Saatgut
Zucchini
Bio-Saatgut
Tüte nur 2.09€ Tüte nur 3.29€ Tüte nur 1.40€ Tüte nur 3.29€ Tüte nur 2.89€
  Im Shop ansehen     Im Shop ansehen     Im Shop ansehen     Im Shop ansehen     Im Shop ansehen  

Kräutergarten Kräuterrezepte Kräutermagazin Kräuterforum Kräutermagie Kräuterlexikon Kräuterwissen Kräuterbibliothek Sitemap Kräutershop
Impressum Kontakt Diese Seite ist Teil vom Kräuter-Almanach    Copyright © 2016 by kraeuter-almanach.de Stand: 24.05.2016