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Kräutergarten
Herbsttips |
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| 1.
Stecklinge von Duftpelargonien schneiden
Ende August - Anfang September können Stecklinge von Duftpelargonien
geschnitten werden.
Als Stecklinge eignen sich kurze Seitentriebe, die an der Basis
vorsichtig herausgebrochen werden. Es können auch Kopfstecklinge
geschnitten werden. Sie sollten 2 bis 3 ausgebildete Blätter
haben und werden direkt unter dem letzten Blattstielansatz mit einem
scharfen Messer glatt abgeschnitten. Seitentriebe bewurzeln leichter
als Kopfstecklinge.
Die Stecklinge werden sofort in Töpfchen mit sandiger Anzuchterde
gesteckt und bis zur Bewurzelung nur mäßig gegossen.
Sie bekommen einen Platz an einem hellen Fenster. Welkende Blätter
müssen mit Stiel entfernt werden,um Fäulnis und Pilzbefall
vorzubeugen. Daß die Pflänzchen Wurzeln gebildet haben
erkennt man daran, daß sie wieder beginnen zu wachsen und
neue Blättchen bilden. Eventuell entstehende Knospen müssen
aber noch entfernt werden, weil sonst das Blattwachstum zurücktritt..
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| 2.
Spät ausgesätes Bohnenkraut
bis Ende September ernten
Bei späterer Ernte könnten Einbußen durch Frühfröste
entstehen. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um Bohnenkraut für
den Wintervorrat zu trocknen.
Dazu wird es in kleinen Sträußchen an einem schattigen,
trockenen und luftigen Ort aufgehängt. Beim fertig getrockneten
Kraut sollten die Blättchen zwischen den Fingern zu Pulver
zu zerreiben und die Stiele nicht mehr biegsam, sondern leicht zu
brechen sein.
Grob geschnitten hält das Bohnenkraut in gut verschließbaren,
lichtgeschützten Behältern (z.B. braunen Schraubgläsern)
bis zur nächsten Ernte. Bohnenkraut kann auch eingefrohren
werden. Dazu wird es je nach Geschmack grob oder fein geschnitten
und in Gefrierdosen oder -beuteln im Tiefkühlfach aufbewahrt.
Auch hier hält es sich dann etwa en Jahr
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| 3. Samengewinnung
vom Dill
Wenn Sie vom Dill einige Pflanzen stehen und
die Samen ausreifen lassen, können Sie Ihr Saatgut fürs
nächste Jahr selbst gewinnen. Sie können den Dill auch
selbst aussamen lassen und im nächsten Jahr gespannt auf die
kleinen Pflänzchen warten, die sich hier und dort einstellen
werden.
Wenn Sie die Samen sammeln, dann sollten Sie sie trocken, lichtgeschützt
und bei etwa 10º C aufbewahren. Gut geeignet zur Lagerung von
Samen sind Marmeladengläser mit Twist off- Deckel.
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| 4.
Ende September Kerbel für den Winterbedarf säen
Möchte man auch im Winter frische Kerbelblättchen ernten,
dann kann das Kraut ab Ende September in Töpfe und Schalen
ausgesät werden.
Bis die ersten Nachtfröste eintreten kann die Aussaat im Freien
stehen. Wird es draußen zu kalt, steht Kerbel am Fenster eines
hellen, nicht zu warmen Raumes am besten.
Wer ein Frühbeet besitzt, kann die Töpfchen auch dort
aufstellen, sie müssen dann jedoch bis zum Topfrand eingegraben
werden. Für den Winterbedarf eines Drei -Personen- Haushaltes
sind , je nach Verbrauch, fünf bis zehn Töpfe ausreichend.
Es werden im Abstand von 14 Tagen je zwei Töpfe ausgesät.
Als Aussaatsubstrat eignet sich sandige Komposterde. Achten Sie
darauf, daß die Erde nicht austrocknet.
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5.
Im September Liebstöckel für den Wintervorrat haltbar machen
Sie ernten Liebstöckel am besten an einem sonnigen Septembermorgen,
wenn die Blätter bereits abgetrocknet sind. Vermeiden Sie die
Ernte nach längeren Regenperioden.
Das Trocknen von Liebstöckelkraut muß sehr schnell geschehen,
weil sonst die Inhaltsstoffe "verduften" und die Blätter
gelb werden. Wenn Sie keinen ausreichend trockenen, luftigen Platz
zur Verfügung haben, dann können Sie die Pflanzen entweder
im Backofen trocknen (niedrigste Stufe, Klappe einen Spalt offen lassen
- Holzlöffel dazwischen klemmen) oder einfrieren.
Das Trocknen im Backofen ist nicht die schonendste Methode. Wer Geschmack
und Inhaltsstoffe optimal bewahren will, sollte das Kraut lieber grob
hacken und in einer Gefrierdose oder - tüte ins Tiefkülfach
legen |
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| 6.
Den zweiten Majoran- Schnitt Ende September ernten.
Diese Ernte kann dann für den Winter getrocknet
oder eingefroren werden.
Warten Sie beim zweiten Schnitt nicht auf den Knospenansatz. Nach
der ersten Ernte im Juli - August (je nach Aussaattermin) setzen
die Pflanzen i.d.R. keine Knospen mehr an. Vielmehr besteht die
Gefahr, daß bei feuchtem Herbstwetter Pilzkrankheiten die
Ernte zunichte machen.
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| 7. Petersilie für
den Winter in Töpfe pflanzen
Sie können Blatt- und Wurzelpetersilie verwenden. Die
Wurzeln der Wurzelpetersilie sind größer, deshalb benötigen
Sie hier Töpfe ab14 cm Durchmesser, während für Blattpetersilie
12 cm - Töpfe ausreichend sind.
Graben Sie die Pflanzen im Freiland vorsichtig aus und topfen Sie
sie sofort. Ein Pflanzenabstand von 3cm (Blattpetersilie) bzw. 5
cm (Wurzelpetersilie) genügt.
Setzten Sie soviel Pflanzen, wie möglich in einen Topf. Die
Petersilie wird nur so tief gepflanzt, wie sie im Beet gestanden
hat, sonst können Wurzelhalskrankheiten auftreten. Sandige
Komposterde ist als Substrat gut geeignet.
Bis zum ersten Frost können die Töpfe im Freien stehen.
Später werden sie entweder in einem Frühbeet eingesenkt
(Siehe Tip 4) oder an einem sehr hellen und nicht zu warmen Fenster
aufgestellt |
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8.
Schnittlauch für den Wintervorrat vorbereiten Genauso,
wie die Petersilie (Siehe Tip 7) kann auch der Schnittlauch für
die Winterernte vorbereitet werden. Graben Sie einige kräftige
Stauden aus Ihrem Garten aus und pflanzen Sie sie in Töpfchen.
Diese werden dann an einem hellen, kühlen Fenster oder im Frühbeet
wie in Tip 7 beschrieben aufbewahrt. Stellen Sie ab Mitte - Ende
Oktober (wenn im Garten nichts mehr zu ernten ist) etwa alle zwei
Wochen ein bis zwei Töpfe ans warme Küchenfenster. Dort
treibt der Schnittlauch dann aus und kann beerntet werden.
Schneiden Sie die Blattspitzen zunächst zu einem Drittel gerade
ab. Dadurch wird die Pflanze angeregt noch mehr neue Blättchen
von unten her zu bilden. Ernten Sie so nach und nach die gesamte
Pflanze ab. Meistens verausgaben sich die Pflanzen dabei soweit,
daß sie anschließend eingehen. Deshalb brauchen Sie
mehrere Töpfe, um immer wieder für Nachschub sorgen zu
können.
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| 9.
Vor dem ersten Frost noch einmal Borretsch ernten
Borretsch hält dem ersten Frost nicht Stand. Deshalb sollte
er vorher abgeerntet werden. Dies ist auch noch einmal die Gelegenheit,
einen Wintervorrat anzulegen.
Borretsch eignet sich zwar nicht zum Trocknen, weil er dabei sein
Aroma verliert, er kann aber sehr gut eingefrohren werden.
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| 10.
Kapuzienerkresse - letzte Ernte vor dem Frost
Auch Kapuzienerkresse übersteht den ersten Frost nicht. Wer
noch einmal Knospen und halbreife Früchte wie Kapern einlegen
möchte, sollte Anfang Oktober ein letztes Mal ernten.
Auch für den Genuß der frischen, würzigen Blätter
ist jetzt die letzte Gelegenheit. Die Blätter können auch,
kleingeschnitten, eingefrohren werden.
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| 11.
Winterschutz für Kümmel
Wer im April mehrjährigen Kümmel gesät hat, sollte
ihn in den letzten Oktobertagen dicht mit Fichtenzweigen zudecken.
Dann überstehen die Pflanzen auch harte, schneearme Winter,
ohne große Verluste. |
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12.
Lavendel und Salbei abdecken
In rauhen Lagen ist es sinnvoll Lavendel und Salbei vor Frost zu schützen.
Dazu kann um die Pflanzen herum gut verrotteter Stallmist oder reifer
Kompost ca. 6 cm hoch aufgeschüttet werden. Anschließend
werden die Pflanzen mit einer Lage Fichtenzweige abgedeckt. |
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| 13.
Liebstöckel, - auch die Wurzeln können würzen
Neben den Blättern können von Liebstöckelpflanzen
auch die Wurzeln genutzt werden. Wenn Sie also mehr Pflanzen haben,
als Sie für die Blatternte benötigen, können Sie
im Laufe des Oktober die Wurzeln ausgraben und trocknen.
Dazu schneiden Sie die gut gereinigten Wurzeln in dünne Streifen
und reihen Sie an einem Faden auf. Anschließend werden sie
an einem luftigen, trockenen Ort aufgehängt, wo sie i.d.R.
schnell trocknen. Die trockenen Wurzelstücke halten sich in
luftdicht verschließbaren Schraubgläsern bis zur nächsten
Ernte. |
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| 14. In rauhen Lagen Pfefferminze
schützen
In Gegenden mit kalten, schneearmen Wintern, ist es sinnvoll,
die Pfefferminze abzudecken.
Dazu eignen sich besonders gut Fichtenzweige. Laub ist eher ungeeignet,
weil es darunter zu feucht werden kann (zu wenig Sauerstoff und
zuviel Wasser begünstigt Fäulnis). |
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| 15.
Kübelpflanzen ins Winterquartier bringen
Frostempfindliche Balkon- und Kübelpflanzen,
wie z.B. Duftgeranien, Fruchtsalbeiarten, Rosmarin oder Zitronenverbene
müssen vor dem ersten Frost ihr Winterquartier beziehen.
Das sollte ein frostfreier (nicht warmer!) heller Platz, optimalerweise
ein frostfreies Gewächshaus oder ein Wintergarten sein. Hier
wird nicht gedüngt und nur sehr sparsam gegossen. Die Pflanzen
sollten nicht zu dicht stehen, weil sich sonst Pilzkrankheiten ausbreiten
können.
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