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Kräutergarten
Sommertips |
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1. Mulchen
unterdrückt Unkräuter
Wenn Sie Ihre vorgezogenen Kräuter ins Freiland gepflanzt haben,
bzw. wenn Direktsaaten aufgelaufen und bereits kräftig gewachsen
sind, können Sie Ihren Boden mit einer Mulchdecke überziehen.
Dadurch wird Organisches Material zugeführt, der Boden wird vor
starker Austrocknung geschützt und unerwünschten Unkräutern
wird das Auflaufen erschwert. Als Mulchmaterial eignet sich besonders
Stroh. Wird mit Stroh gemulcht, dann muß gleichzeitig eine kleine
Menge Stickstoff (etwa 1% des Strohgewichtes) gedüngt werden,
weil dieser Nährstoff beim Abbau des Strohs durch Mikroorganismen
vorübergehend festgelegt wird.
In älteren Pflanzungen können als Material auch Rindenabfälle
genutzt werden. Für Jungpflanzen können die darin enthaltenen
Gerbstoffe problematisch werden.
Durch eine Mulchdecke bleibt der Boden auch bei nassem Wetter begehbar
und die Kräuter verschmutzen nicht.
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| 2.
Regelmäßig Hacken nicht
vergessen
Das gilt besonders dann, wenn Sie nicht gemulcht haben. Sie sollten
regelmäßig ihre Beete überprüfen und die Unkräuter
schon im Jungpflanzenstadium entfernen.
Besonders wichtig ist dies, wenn sie sich inmitten von älteren
Stauden ausgesät haben, denn kleine Pflanzen lassen sich noch
entfernen, ohne daß die Staude ausgegraben werden muß.
Sie müssen dann vorsichtig mit der Hand entfernt werden.
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| 3. Bei
Pfefferminze rechtzeitig auf Rostbefall reagieren
Sobald an der Pfefferminze Rostbefall sichtbar
wird, - das zeigt sich an kleinen braunen Flecken und rostbraunen
Sporenlagern auf den Blättern -, werden alle Trieb bis dicht
über der Erde abgeschnitten.
Die Pflanze treibt dann in der Regel von unten her wieder gesund
aus. Das befallene Schnittgut muß sofort verbrannt oder in
die Mülltonne entsorgt werden, weil es sonst Neuinfektionen
verursachen kann.
Vorbeugende Maßnahmen sind z.B. öfteres Lockern des Bodens
und Freihalten der Beete von Unkraut.
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| 4. Kohlweißlinge
mögen auch Kapuzienerkresse
Jawohl, - Kohlweißlingsraupen schmeckt die Pflanze wahrscheinlich
wegen ihres Gehaltes an Senfölen genauso gut, wie Weißkohl
oder Kohlrabi.
Achten Sie ab Juli auf die gut sichtbaren nestartigen Eigelege auf
den Blattunterseiten. Die Eier sind rund und gelblich und etwa 1mm
im Durchmesser. Wenn Sie die Eier rechtzeitig absammeln, dann ersparen
Sie sich den radikalen Kahlfraß.
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5. Anfang
Juli Basilikum, Minze und Bohnenkraut ernten
Um größere Mengen dieser Kräuter für den Winter
haltbar zu machen (Trocknen, Einfrieren, Einlegen), können Sie
jetzt den ersten Schnitt vornehmen.
Um einen kräftigen Neuaustrieb zu sichern, sollten an den Schnitt
die zweite Düngergabe angeschlossen werden (Die erste Gabe erfolgt
vor Austrieb, bzw. Pflanzung). |
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| 6. Kräuter
möglichst nicht waschen
Kräuter, die zum Trocknen geerntet werden, sollten,
wenn möglich, nicht gewaschen werden, sonst könnten sie
faulen. Außerdem geht dadurch ein Teil der Würzkraft
verloren. Ernten Sie Wildkräuter nur an sehr sauberen Standorten.
Gartenkräuter können durch eine Mulchdecke geschützt
werden. (Siehe Tip1).
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| 7. Anfang Juli Johanniskraut
und Schafgarbe sammeln
Ende Juni - Anfang Juli beginnt die Sammelzeit für Johanniskraut
(Hypericum perforatum) und Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide
Pflanze werden gesammelt, wenn sie in voller Blüte stehen bzw.
kurz davor, wenn ein Teil der Knospen noch geschlossen sind. Hängen
Sie die Pflanzen kopfüber in Sträußen an einem luftigen,
trockenen und schattigen Platz zum Trocknen auf. |
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8.
Auch im Juli Kerbel säen Wenn Sie
weiterhin Kerbelblättchen ernten möchten, dann können
Sie auch im Juli noch Folgesaaten vornehmen. Beachten Sie aber,
daß die Erträge geringer, als im Frühjahr ausfallen,
weil die Blattbildung zu Gunsten der Blütenbildung zurücktritt.
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| 9. Majoran
ernten, sobald sich die Blütenknospen entwickelt haben
Um Majoran für den Winter zu trocknen erntet man ihn, wenn
sich die Blütenknospen gerade entwickelt haben. Wenn die Bündel
ganz trocken sind, können die Blätter vorsichtig von den
Stielen abgestreift werden. Danach werden sie am besten in einem
braunen Schraubglas aufbewahrt.
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| 10.
An heißen Tagen - Gießen nicht vergessen
Gerade im Juli, wenn die Sonne scheint kann es tagsüber sehr
heiß werden. An solchen Tagen muß kräftig gegossen
werden, denn bei Wassermangel fällt auch die Ernte geringer
aus.
Das gilt umso mehr für Balkongärtner, weil Töpfe
und Kästen viel schneller austrocknen, als Gartenboden. Um
Verdunstungsverluste gering zu halten sollte am besten morgens und
abends gegossen werden. Gießen Sie niemals bei voller Sonne
direkt auf die Blätter, weil sie sonst Verbrennungsflecken
bekommen.
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| 11. Hacken
schützt vor Wasserverlusten
Wenn die Bodenoberfläche durch Hacken aufgelockert wird, dann
wird dadurch übermäßige Wasserverdunstung verhindert.
Die "Wasserfäden", die mittels der Kapillarkräfte
Wasser aus tieferen Schichten an die Oberfläche transportieren,
werden nämlich durchtrennt und das Wasser steht den Pflanzenwurzeln
weiterhin zur Verfügung.
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12.
leichte Bodenlockerung macht Nährstoffe verfügbar
Eine sanfte, lockernde Bodenbearbeitung belüftet den Boden und
fördert somit die mikrobielle Aktivität, durch die organisch
gebundene Nährstoffe pflanzenverfügbar gemacht werden.
So können Nährstoffe aus organischen Düngern besser
ausgenutzt werden. Achtung, - den Boden niemals stark wenden, sondern
nur lockern! Das geschieht am besten mit einer Grabegabel, die in
den Boden eingestochen und vorsichtig einige Male hin und her bewegt
wird. Auch durch Hacken kann dieser Effekt erzielt werden. |
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| 13. Kapuzienerkresseblüten
als Delikatesse
Von der Kapuzienerkresse können nicht nur die Blätter,
sondern auch die Blüten gegessen werden. Sie eignen sich gut
als Salatzutat. Sie schmecken und schmücken! |
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| 14. Früchte der
Kapuzienerkresse als Kapern
Wer die Früchte der Kapuzienerkresse wie Kapern einlegen
möchte, der sollte sie ernten, solange sie noch unreif und
völlig grün sind.
Möchten Sie die Samen fürs nächste Jahr sammeln,
dann warten Sie, bis sich die Früchte ganz leicht von selbst
von den Stielen lösen und lassen sie an einem luftigen, nicht
zu warmen Ort vollständig trocknen.
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| 15.
Anfang August kann das letzte Mal Kerbel im Freien gesät werden
Er kann dann Ende September noch einmal geerntet werden.
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16.
Knoblauch erst ernten, wenn das Kraut
völlig abgestorben ist Damit
sie im Winter lange halten, müssen die Zwiebeln gut ausgereift
sein. Sie werden vorsichtig mit einer Grabegabel aus dem Boden gehoben
und an einem luftigen, schattigen Ort zum Trocknen aufgehängt.
Wenn sie trocken sind, werden sie von anhaftender Erde befreit und
sortiert. Als Pflanzgut für das kommende Jahr wählt man
die größten Exemplare oder die in den Blütenständen
gebildeten Brutzwiebeln aus.
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| 17. Pfefferminze
kann Ende August geteilt und neu gepflanzt werden
Pfefferminze bildet rhizomartige Wurzelausläufer, die beim
Teilen auseinander gerissen werden. Die Teilstücke sollten
nicht zu klein sein und 3 bis 5 Triebe aufweisen. Gepflanzt wird
mit 40 cm Reihen- und 20 cm Pflanzenabstand.
So braucht man pro laufendem Meter etwa 15 Pflanzen. Wichtig ist,
daß flach (etwa eine Hand breit im Boden) gepflanzt und anschließend
gut gegossen wird. Es wirkt sich positiv auf die Erträge aus,
wenn alle drei Jahre der Bestand erneuert und der Standort gewechselt
wird.
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| 18. Mitte
August Lavendel zurückschneiden
Etwa Mitte August ist die Lavendelblüte meist
vorbei. Dann werden die Pflanzen bis zur Hälfte zurückgeschnitten,
damit sie noch einmal kräftig austreiben.
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| 19.
Salbei zum Trocknen ernten
Mitte August sollte auch der Salbei für den
Wintervorrat geschnitten werden. Hierbei verwendet man nur die Triebspitzen.
Sie müssen schnell an einem luftigen, schattigen Ort trocknen,
damit sie nicht schwarzfleckig werden.
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20. letzte
Thymianernte spätestens Ende August Die
Triebe werden bis etwa 8 cm über dem Boden geschnitten. Später
als Ende August sollte nicht mehr geschnitten werden, damit der Neuaustrieb
vor dem Winter noch genügend Zeit zum Ausreifen hat und die pflanzen
nicht erfrieren. |
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