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  Kräutergarten Wintertips


 
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1. Saatgut richtig lagern:

Wenn Sie Samen im eigenen Garten gesammelt haben müssen diese richtig gelagert werden, um im nächsten Jahr voll keimfähig zu sein.

Achten Sie darauf, das die Körner gut getrocknet sind, bevor Sie sie verpacken. Sorgfältig beschriftet und in kleinen Papiertütchen verpackt bewahren Sie sie am besten in gut verschlossenen Marmeladen- Schraubgläsern kühl und trocken auf.
Auch Saatgutreste aus dem Gartenjahr können Sie so bis zur nächste Saison lagern.


 

2. Achtung Schneckeneier!

Wenn Sie im Herbst in Garten graben, dann finden Sie im Boden oder auch im Komposthaufen gelegentlich Nester mit kleinen weißen Kügelchen. Dabei handelt es sich um Schneckeneier.

Sie können diese Nester zwar zerstören, Sie können sie aber auch einfach an die Oberfläche bringen. Dort sind sie dann ein gefundenes Fressen z.B. für hungrige Vögel. Aber auch kleine Säugetiere und Laufkäfer machen sich gern darüber her.


 

3. Wasserbehälter rechtzeitig ausleeren:

Um Gießkannen, Regentonnen und Vorratsfässer vor Frostschäden zu schützen, müssen sie spätestens im November vollständig geleert werden. Anschließend drehen Sie sie um oder decken sie ab, damit Regenwasser und Schnee sich nicht darin sammeln können.

In die Erde eingelassene, geleerte Wasserbecken können Sie mit Stroh oder Laub füllen, um Frostschäden zu verhindern.


 

4. Winterzeit - Zeit zur Gerätepflege:

Spaten, Grabegabel, Hacken, Harken - sie alle haben im Garten gute Dienste geleistet. Damit sie das im nächsten Jahr wieder tun, sollten sie jetzt gründlich gereinigt werden. Anschließend kann man die Metallteile mit einer dünnen Ölschicht pflegen. Dafür das Öl oder Fett auf einen Lappen geben und die Geräte damit einreiben.

Mein Großvater hat für diesen Zweck gern eine Speckschwarte benutzt - den Geräten bekommts gut. Pflanzenöl oder Mineralöl tun es aber genauso.
Nach der Pflege werden die Werkzeuge am besten aufgehängt oder verkehrt herum aufgestellt.


 
5. Lavendelsträußchen im Kleiderschrank austauschen:

Um Ihre Kleider vor Motten zu schützen, tauschen sie alte Lavendelsträußchen und Kissen im Kleiderschrank gegen die neue Lavendelernte aus. Lange Winterabende sind auch eine gute Zeit, um hübsche Kräutersäckchen - und duftende Kissen selbst zu basteln. Sie eignen sich nämlich gut als Weihnachtsgeschenk

 

6. Spaziergänge für Gesundheit und Wohlbefinden:

Naßkaltes, trübes Winterwetter? Keine Lust nach draußen zu gehen? Tun Sie`s trotzdem! Denn warm angezogen ist ein winterlicher Spaziergang in der Natur nicht nur ein erfrischendes Vergnügen, sondern er stärkt auch noch unser Immunsystem und macht uns fit gegen Grippe, Schnupfen und Co.

Und anschließend wärmt Sie ein heißer Kräutertee, ein leckerer Schlehenlikör oder vielleicht ein heißer Holundersaft mit Honig von innen.


 

7. Vögel füttern, - aber richtig:

Wer viele heimische Wildfruchtgehölze, z.B. Holunder, Heckenkirsche, Weißdorn, Wildrose, Berberitze u.a. im Garten hat, der bietet den gefiederten Freunden schon eine gute Futtergrundlage für die kalte Jahreszeit. Auch trockene Samenstände von Stauden und Sommerblumen enthalten beliebte Leckerbissen und sollten möglichst stehen bleiben. Sie können sie natürlich auch am Futterplatz aufhängen.
Der Futterplatz sollte geschützt, überdacht und leicht zu reinigen sein. Das Futter sollte immer trocken und sauber bleiben.

Achten Sie auch darauf, daß Ihr Haustiger dort nicht herankommt, damit nicht die Gäste zur Mahlzeit werden.

Füttern können Sie Samen und Nüsse aller Art, getrocknete Wildfrüchte, Haferflocken etc..

Ab November können Sie beginnen, die Tiere mit kleinen Mengen Futter an die Futterstelle zu gewöhnen.

Generell gilt: bei milder Witterung - weniger füttern, bei kaltem Wetter und besonders bei geschlossener Schneedecke mehr anbieten. Der Futterplatz sollte allerdings nie ganz leer sein. Ab Ende Februar verringern Sie nach und nach das Futterangebot, damit sich die Tiere wieder an die natürliche Nahrungssuche gewöhnen. Hat der Frühling Einzug gehalten, brauchen die Vögel nicht mehr gefüttert zu werden.

In besonders kalten Perioden sind Meisenknödel aus einer Mischung von Fett und Körnern, oder damit gefüllte Futterglocken willkommene Energielieferanten.

Achtung beim Selbermachen: Das Fett darf nicht gesalzen sein!


 
8. Den Gartenplan fürs nächste Jahr anfertigen:

Damit Sie im nächsten Frühjahr planvoll loslegen können, empfiehlt es sich, im Winter bereits einen Gartenplan auszuarbeiten. Am besten zeichnen Sie sich die Grundfläche Ihres Gartens maßstabsgetreu auf kariertes Papier oder Millimeterpapier.

Wenn Sie dann die Beete neu einteilen, können Sie recht einfach den Saat- und Pflanzgut - Bedarf berechnen. Achten Sie auch auf eine sinnvolle Fruchtfolge und auf die Verträglichkeit der Pflanzen untereinander, wenn Sie ein Mischkulturen anlegen. Überlegen Sie, ob Sie Jungpflanzen selbst aussäen oder lieber kaufen möchten, welche Pflanzen an Ort und Stelle gesät werden sollen und wie Sie ihre Beete das Jahr über nutzen können. Hinweise dazu finden Sie auch in der Rubrik "Praxis".

Sichten Sie Ihre Saatgutvorräte und schreiben Sie auf, was Sie schon haben und was Sie noch dazu kaufen müssen.


 

9. Frisches Grün von der Fensterbank:

Die einfachste Methode, um im Winter an frisches, vitaminreiches, würziges Grün zu kommen ist die Sprossenanzucht auf der Fensterbank. Bestens geeignet dazu sind u.a. Kresse, Rucola, Alfalfa, Leinsamen, Radieschen, Broccoli, Mungbohnen ... um nur einige zu nennen.

Aufs Brot, in Salaten, in Suppen oder auch gedünstet können Sie damit gesunde Delikatessen auf den Tisch zaubern. Probieren Sie doch auch mal folgenden Muntermacherdrink: Alfalfa- oder Kressesprossen zusammen mit Buttermilch, Joghurt oder Kefir im Mixer pürrieren, mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken und genießen. Das ist eine echte Vitaminbombe!


 

10. Kapuzienerkresse - letzte Ernte vor dem Frost

Auch Kapuzienerkresse übersteht den ersten Frost nicht. Wer noch einmal Knospen und halbreife Früchte wie Kapern einlegen möchte, sollte Anfang Oktober ein letztes Mal ernten.

Auch für den Genuß der frischen, würzigen Blätter ist jetzt die letzte Gelegenheit. Die Blätter können auch, kleingeschnitten, eingefrohren werden.


 

11. Kübelpflanzen im Winterquartier regelmäßig pflegen

Kübelpflanzen, z.B. Lorbeer, Rosmarin oder Zitronenverbene, brauchen in ihrem kühlen, hellen Winterquartier besonders viel Aufmerksamkeit. Kontrollieren Sie mindestens einmal pro Woche den Zustand Ihrer Schützlinge. Gegossen wird nur sehr sparsam, nämlich erst dann, wenn sich der Erdballen vom Topfrand löst - und dann auch nur wenig. Die Pflanzen dürfen niemals im Wasser stehen. Achten Sie außerdem auf Schädlingsbefall.

Die Pflanzen sind jetzt geschwächt und somit leichte Beute für Blattläuse, Schildläuse oder Spinnmilben. Wenn Sie Schädlinge entdecken, und dafür müssen Sie eventuell auch mal mit der Lupe hinsehen, dann können Sie die Pflanzen zum einen mit einer milden Kernseifenlösung abwaschen und zum anderen alle ein bis zwei Wochen mit Neem-Spritzbrühe (siehe Praxis- Pflanzenschutz) einsprühen. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und tote Blätter und sammeln Sie auch Blätter auf, die auf die Topferde gefallen sind, weil diese sonst Nährboden für Pilzkrankheiten werden könnten.

Sollten Pflanzenteile mit einem Pilzrasen überzogen sein, dann müssen sie entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Immer wenn das Wetter mild ist, sollten Sie das Winterquartier gut lüften.


     
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