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Bärlauch (Allium ursinum)
Standort
Bärlauch liebt schattige, kalkhaltige Böden mit hohem Humusgehalt. Er kommt verbreitet in Laubwäldern und Parks vor und gedeiht besonders in Gebieten mit hohem Grundwasserstand, wie in Auen und an Flußufern. Wo er sich wohlfühlt bildet er ausgedehnte Bestände, die im Frühling einen starken, weithin wahrnehmbaren Knoblauchduft verströmen.

Geschmack und Verwendung in der Küche:
Der frisch-aromatische, stark knoblauchartige Duft wird beim Zerreiben der frischen Blätter frei. Er das untrügliche Erkennungsmerkmal, welches die Bärlauchblätter beim Sammeln deutlich von denen des giftigen Maiglöckchens unterscheidet. Bärlauch ist ein wertvolles Wildkraut, welches in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen hat, die bis in die Haute Cuisine hinaufreicht und dem Waldknoblauch (wie er auch genannt wird)zu einer steilen Karriere vom vergessenen Unkraut zur Gourmet-Speise verholfen hat. Heute finden wir mit Bärlauch verfeinerte Lebensmittel in jedem Supermarktregal vor. Da ist inzwischen von unterschiedlichsten Bärlauchwurst- und Käsesorten über vegetarische Brotaufstriche bis hin zum Pesto alles verreten. Am reizvollsten und köstlichsten ist es allerdings nach wie vor, den Bärlauch in der eigenen Küche zu verwenden. Im optimalen Fall wächst er frisch im eigenen Garten oder im nächstgelegenen Wald. Frische Blätter sind ein interessantes Wildgemüse und können wie Spinat gedünstet oder frisch in Salaten zubereitet werden. Darüberhinaus lässt sich aus Bärlauch auch eine vorzügliche Bärlauchbutter herstellen, die pur aufs Brot oder auch zu Grillgut ausgezeichnet schmeckt. Das Kraut verfeinert außerdem Kräuterquark, Käsezubereitungen, Salate und Mayonaisen. Und natürlich kann man auch das leckere Bärlauchpesto selber herstellen. Anstelle von Pinienkernen passen zu diesem Pesto sehr gut Walnüsse. Der würzige Geschmack lässt sich in Essigen und Ölen einfangen und so für den Winter konservieren. Zu guter letzt kann Bärlauch auch getrocknet verwendet werden. Auch wenn der Geschmack nicht den frischen Blättern gleichkommt, so bleibt doch das intensive Knoblaucharoma auch in den getrockneten Blättern recht gut erhalten. So kann man auch in Herbst- und Wintermonaten einen Hauch von Bärlauchfrühling genießen. Die getrockneten Blätter würzen Suppen, Salatdressings und Kräuterbutter.

Wirkungsweise:
Ähnlich wie der Knoblauch hat der Bärlauch eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem und die Blutgefäße. Der Genuß von Bärlauch kurbelt den Stoffwechsel an, unterstützt die Tätigkeit der Leber und wirkt entzündungshemmend. Er ist ein ideales Frühlingsgemüse, dessen Verzehr dabei hilft, den Winter aus dem Körper zu vertreiben und der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken.

Wissenswertes über Bärlauch:

Familie: Zwiebelgewächse - Alliaceae

lat. "ursinum" heißt "Bär". Wie der Name zu Stande kommt, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Vielleicht heißt die Pflanze so, weil sie mit ihrer positiven Wirkung auf die Gesundheit geradezu "Bärenkräfte" verleiht? Oder vielleicht, weil, aus dem Winterschlaf erwachende Bären das Kraut gerne fraßen? Vielleicht aber auch deshalb, weil der Bär, der aus dem Winterschlaf erwacht, ebenso, wie der Bärlauch,in früheren eurpoäischen Kulturen Frühlingsboten waren und beide für neu erwachendes Leben und Fruchtbarkeit standen?

Hinweise:
Die Bärlauchblätter sind an ihrem typisch aromatischen Knoblauchgeruch zu erkennen, der beim Zerreiben der Blätter deutlich wahrnehmbar ist. Achten Sie beim Sammeln darauf, denn die Blätter des giftigen Maiglöckchens sehen den Bärlauchblättern sehr ähnlich.
Bärlauch, Bärlauch, Blätter
Bärlauch, Blätter
Bärlauch, Bärlauch, Blüte und Fruchtansätze
Bärlauch, Blüte und Fruchtansätze
 
 

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Links zu Bärlauch:

Bärlauch kaufen
Bärlauch für Kräuterhexen
Bärlauch - Verwechslungsgefahr!
Bärlauch - ein Kraut?


Bärlauch finden Sie auch im Gewürzlexikon unter   Bärlauch  
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