Eberesche (Sorbus aucuparia)
Blätter
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Standort:
Das bei uns häufig vorkommende Wildgehölz ist in ganz Europa sowie in West - Asien verbreitet. Die Eberesche wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Gebüschen.
Geschmack und Verwendung in der Küche:
Die Früchte sind eßbar, müssen aber wegen ihres Gehaltes an wahrscheinlich leicht giftiger Parasorbinsäure erst erhitzt werden. Der Verzehr größerer Mengen roher Beeren kann zu Durchfall führen. Duch Hitze wird die Parasorbinsäure jedoch zerstört. Die Früchte schmecken herb säuerlich und bitter zusammenziehend. Trotz des sauren Geschmacks enthalten sie viel Zucker (13%). Sie können allein zu einer Marmelade verarbeitet werden, die mit ihrem bitterlichen Geschmack an bittere Orangenmarmelade erinnert. Aber auch gemischt mit anderen Früchten ergeben sich interessante Marmeladenkompositionen.
Die Früchte haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und Provitamin A (Carotin)
Wirkungsweise:
gallentreibend, gallenflußanregend, abführend, durchfallwidrig, harntreibend, antiscorbutisch (Vitamin C - Gehalt!)
Wissenswertes:
Der Name "Eberesche" leitet sich aus der Bezeichnung "Aberesche" ab, was soviel bedeutet wie "falsche Esche" (vgl. "Aber" = "falsch" , z.B. auch "Aberglauben" = "falscher Glauben" ), hat also nichts mit dem Eber zu tun. (Storl 2000)*
Dieser Name entstand wahrscheinlich, weil die gefiederten Blätter der Eberesche denen der echten Esche stark ähneln. (Abraham und Thinnes, 1997)**
Eine weitere, häufig gebrauchte Bezeichnung für das Gehölz ist "Vogelbeere" oder "Vogelbeerbaum" . Sie rührt daher, dass Vögel eine besondere Vorliebe für die roten, nahrhaften Früchte haben.
Die leuchtend rote Farbe der Vogelbeeren galt schon früh als Zeichen für Lebenskraft und Fruchtbarkeit und wurde außerdem mit Feuer und Blitz in Verbindung gebracht. So wurden früher Ebereschenzweige zum Schutz vor Blitzschlag vor die Fenster und in die Dachbalken gehängt. (Storl 2000)*
*Storl, Wolf Dieter: "Pflanzen der Kelten, Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender", AT-Verlag, Aarau (CH) 2000, S. 272
**Abraham Hartwig, Thinnes Inge: "Hexenkraut und Zaubertrank - Unsere Heilpflanzen in Sagen, Aberglauben und Legenden", Urs Freud Verlag, Greifenberg 1997 S. 68 / 68
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