Eisenkraut (Verbena officinalis)
Eisenkraut, ganze Pflanze
Eisenkraut, Blüte
Eisenkraut, Blätter
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Standort:
Eisenkraut ist in Europa (außer Nord - Europa), Süd - West - Asien und Nord - Afrika heimisch. Es wächst in sonnigen, geschützten Lagen, auf mäßig nährstoffreichen, leicht sauren, sandigen Lehm- und Ton-Böden.
Wirkungsweise:
Extrakte aus Eisenkraut sollen schleimlösende und immunstimmulierende Eigenschaften aufweisen und werden heute z.B. gegen Nasennebenhöhlen - Entzündungen angewendet. Aber auch harntreibende und menstruationsfördernde Wirkung wird beschrieben. In der Volksemdizin wurde die Pflanze früher außerdem zur Anregung der Milchbildung verwendet. (Schönfelder 2001)*
*Schönfelder, Ingrid und Peter: "Der neue Kosmos Heilpflanzenführer"Kosmos - Verlag, Stuttgart 2001, S. 122)
Wissenswertes:
Eisenkraut gilt als Kraut der Druiden. Es war die einzige Pflanze, die ihre Heil- und Zauberkräfte nicht verlor, wenn sie mit eisernen Geräten geschnitten oder ausgegraben wurde.
Die Pflanze war eng mit den Mysterien der Verhüttung von Erzen und der Schmiedekunst, die im antiken Europa als eine schamanische Tätigkeit galt, verbunden. Eisenkraut wurde in der Schmiede zum Beispiel dem Löschwasser zugegeben, um das Eisen härter zu machen. (Storl, 2000)**.
Auch die Fähigkeit, eiserne Schlösser und Türen zu öffnen und Fesseln zu sprengen, wurde dem Eisenkraut zugeschrieben. (Abraham und Thinnes,1997)***
Die häufig angebotenen stark zitronig duftenden Eisenkraut - Tees und ätherischen Eisenkraut- Öle stammen übrigens nicht von Verbena officinalis, sondern von der
Zitronenverbene, bot.= Lippia triphylla oder auch Lippia citriodora. Diese Pflanze gehört zwar auch zur Familie der Eisenkrautgewächse, ist allerings in S- Amerika heimisch, und wurde erst im 18. Jh.in Europa als Tee- und Zierpflanze eingeführt.
Die bei uns gern als Kübelpflanze kultivierte Zitronenverbene ist ein verholzender Busch mit länglichen Blättern, wird etwa 2 m und mehr hoch, enthält reichlich ätherisches Öl mit hohem Citral- Anteil und duftet dementsprechend stark zitronig.
** Storl, Wolf Dieter: "Pflanzen der Kelten - Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender", AT-Verlag, Aarau (CH) 2000, S.352/353
*** Abraham, Hartwig; Thinnes, Inge: "Hexenkraut und Zaubertrank - Unsere Heilpflanzen in Sagen, Aberglauben und Legenden", Urs Freud - Verlag, Greifenberg 1997,S. 65
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