Frauenmantel (Alchemilla spp.)
Frauenmantel, junge Pflanze, Anzucht
Pflanze mit Blüte, wild
Frauenmantel, Knospen
|
Standort:
Die Pflanze ist in ganz Europa verbreitet. Sie wächst an schattig bis halbschattigen Standorten auf nährstoffreichen, humosen, feuchten Böden, gern auch unter Bäumen oder auf feuchten Waldwiesen.
Frauenmantel ist eine typische Schattenpflanze und wird häufig als Bodendecker unter Bäumen in Parkanlagen und schattige Staudenbeete gepflanzt.
Geschmack und Verwendung in der Küche:
Der Frauenmanteltee hat einen angenehmen, leicht säuerlichen Geschmack. Kalter Frauenmanteltee ergibt, gemischt mit Apfelsaft ein köstliches Erfrischungsgetränk.
Wirkungsweise:
Frauenmanteltee wirkt adstringierend (= zusammenziehend), verdauungsfördernd und leicht stopfend. Offiziell wird er empfohlen bei leichten Durchfallerkrankungen und zum Gurgeln.
In der Volksmedizin ist die Pflanze jedoch ein traditionelles Frauenkraut, das über Generationen als wertvoller Begleiter für ein gesundes Frauenleben galt. Die Wissenschaft bestreitet zwar die Wirkung der Pflanze bei Frauenleiden, weil die nachgewiesenen Inhaltsstoffe diese angeblich nicht erwarten lassen, aber viele Frauen, die sich des Frauenmantels schon bedient haben, werden seine positive Wirkung selbst gut kennen.
Sehr zu empfehlen ist auch die kosmetische Anwendung des Tees als Badezusatz. Dadurch wird die Haut gestrafft, gestärkt, geklärt und erfrischt.
Ein empfehlenswertes Buch rund um den Frauenmantel und seine Wirkung ist Margret Madejskys "Alchemilla - eine ganzheitliche Kräuterheilkunde für Frauen", Goldmann - Verlag, München, 2000
Wissenswertes:
Der Name Alchemilla hat folgenden Ursprung: Der Frauenmantel gehört zu den wenigen Pflanzenarten, die aktiv Wasser abgeben können (man nennt diesen Vorgang "Guttation"). Dadurch bilden sich sowohl an den gezähnten Blatträndern als auch in der Mitte des "Blattkelches" Wassertropfen, die in der Sonne glitzern. Diese Flüssigkeit galt den Alchimisten in füheren Zeiten als wichtige Zutat für alchemistische Prozesse.
|