Lorbeer (Laurus nobilis)
Lorbeerstrauch
Lorbeerblätter
Lorbeer, Triebspitzen
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Standort:
Der Lorbeer ist in Kleinasien heimisch. Heute ist er im gesamten Mittelmeerraum weit verbreitet. Er wächst dort reichlich in Hecken, an feuchten Hängen und in immergrünen Dickichten. Lorbeer verträgt sonnige bis halbschattige Standorte und benötigt durchlässiges, humoses und nährstoffreiches Substrat. Da er in Mitteleuropa nicht winterhart ist (Lorbeer im ausgereiften Zustand toleriert Frost nur bis etwa -5°C, junger Austrieb verträgt gar keinen Frost), kann er in unseren Breiten nur als Kübelpflanze kultiviert werden, die bei Temperaturen zwischen 1 bis maximal 10°C an einem hellen luftigen Ort überwintert werden muß.
Familie: Lorbeergewächse - Lauraceae
Geschmack und Verwendung in der Küche:
Lorbeerblätter sind ein bekanntes und viel verwendetes Gewürz mit warmem, herbem Duft und aromatisch - bitterem Geschmack. Sie würzen Fleisch - und Fischgerichte, Eintöpfe und Soßen ebenso wie Essige, Öle und Gegrilltes.
Kartoffelgulasch lässt sich damit verfeinern wie auch Käse und auch zu eingelegten Oliven passt Lorbeer hervorragend. Lorbeerblätter sind Bestandteil des "Bouquet garni"
Besonders raffiniert ist es, die trockenen Blätter beim Grillen mit auf die Glut zu legen. Der entstehende, würzige Rauch gibt dem Grillgut eine ganz besondere Note.
Wirkungsweise:
Lorbeer enthält sowohl in den Blättern als auch in den Früchten ätherisches Öl, welches die Sekretion von Magensaft anregt und daher appetitanregend wirkt. Besonders in der Volksmedizin wird Lorbeer als verdauungsförderndes Mittel geschätzt wobei hier wohl seit alters her das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird, da die Lorbeerblätter, den Speisen zugesetzt sowohl deren Geschmack, als auch deren Bekömmlichkeit verbessern. Das ätherische Öl hat weiterhin eine hautreizende und leicht narkotisierende Wirkung, die traditionell in Salben gegen rheumatische Beschwerden, Verstauchungen und Prellungen genutzt wurde.
Heute finden Salben, die Lorbeeröl enthalten noch in der Tiermedizin u.a. zur Euterpflege und zum Schutz gegen Mücken Verwendung.
Wissenswertes:
Seit der Antike ist der Lorbeer eine bekannte und viel genutzte Kulturpflanze. Neben der Verwendung als Arznei und Gewürz hatte er auch kultische Bedeutung. Die Blätter waren dem Gott Apoll geweiht. Die aus Lorbeerblättern gewundenen Kränze wurden als Anerkennung für große Leistungen etwa bei den olympischen Spielen, an erfolgreiche Feldherren oder aber an herausragende Dichter verliehen.
Aber auch nördlich der Alpen fand der Lorbeer, obwohl nur als Kübelpflanze zu ziehen, reichlich Anklang. In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts wurde der Lorbeer als schweiß- und harntreibendes und menstruationsförderndes Mittel beschrieben sowie gegen Bienenstiche,Hautunreinheiten, Läuse und Würmer, Gift, ja sogar gegen die Pest empfohlen. Unter anderem wurde der Rat gegeben, in Pestzeiten Häuser und Krankenzimmer mit Lorbeer auszuräuchern.
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