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  Schwertlilie - Iris - Gladiolus

 

Die Schwertlilie, wird botanisch unter dem Gattungsnamen Iris geführt.
Das Wort Iris kommt aus dem Alt -Griechischen und bedeutet "Regenbogen".

Wie bereits Dioskurides in seiner Materia Medica ausführt, bezieht sich der Name auf die vielen Farbvariationen die bei Irisblüten auftreten. Dabei gibt es nicht nur eine große Bandbreite an Grundfarben, die  von allen Blau- Blauviolett- und Purpurtönen über Gelbschattierungen bis hin zu fast schwarzen Blütenfarben reicht, sondern auch die einzelne Blüte zeigt sich oft in  regenbogenfarbenem Gewand, wobei z.T. sehr spektakuläre Farbverläufe vorkommen.

 
  "Iris" heißt "Regenbogen"

 

Von den prachvollen Blüten zeigt sich im 9. Jh. n. Chr. auch der Mönch Walahfrid Strabo in seinem Gartengedicht De cultura hortorum, kurz Hortulus, beeindruckt. Für ihn löst die Schwertlilie mit ihrem purpurnen Flor im Frühsommer die blauen Veilchen  ab. Allerdings nennt er die Pflanze nicht  Iris, sondern Gladiola, was beim heutigen Leser durchaus zu Missverständnissen führen kann, denn schließlich ist es die Art Gladiolus communis, die uns heute unter dem Namen Gladiole bekannt ist.
Daß es diese aber nicht sein kann, die im Gedicht gemeint ist, zeigt sich schon im weiteren Verlauf des Textes, wo die Verwendung der Wurzel  beschrieben wird.
Neben der heilenden Wirkung ("Pulverisiert in Wein gelöst gegen "Stechen in der Blase" ") wird auch die Anwendung in der Wäscherei zum Stärken und Beduften von Leinen beschrieben.
Dies ist wiederum ein eindeutiger Hinweis darauf, daß es sich bei der beschriebenen Pflanze um die Iris  handeln muß, denn die duftende und stärkehaltige Iriswurzel, die auch unter dem Namen "Veilchenwurzel" (ihres starken Veilchenduftes wegen) bekannt ist, wurde traditionell zur Behandlung der Weißwäsche genutzt.

Der Name Gladiola ist vom lateinischen gladius = Schwert abgeleitet: Die Bezeichnung Gladiolus war, so beschreibt es Dioskurides, bei den Römern gebräuchlich, und bezieht sich wohl auf die schwertförmige Blattform.
Daneben sollen im antiken Rom aber auch die Namen  marica, Opertritos und Consecratrix für die Schwertlilien üblich gewesen sein. Auch die Ägypter müssen die Pflanze gekannt haben, denn auch sie hatten einen Namen für sie: Nar .
Neben dem Wohlgeruch der Wurzel wird in der Materia Medica ihre Wirkung gegen "Leibschneiden", Sonnenbrand und sogar gegen die Bisse giftiger Tiere gerühmt.

Als Heilpflanze spielt die Iris heute eine eher untergeordnete Rolle. Als blütenduftende Blume erfreut sie jedoch  die Sinne und ist aus unseren frühsommerlichen Gärten nicht mehr wegzudenken.


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