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Kokus Lokus |
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In Wäldern, speziell in den unzugänglichen wilden Gebirgswäldern, wohnen zwischen Baumwurzeln und Felsblöcken versteckt, vielerlei Wesen, die weder Mensch noch Tier sind.
Es ist schon sehr, sehr lange her, da waren die Menschen mit ihnen befreundet. Sie brachten ihnen regelmäßig Geschenke und achteten ihre Wohnstätten. Die Waldgeister zeigten sich dafür erkenntlich, indem sie für reiche Ernten und fruchtbare Böden sorgten und die Menschen vor herannahenden Unwettern und Frösten warnten.
Irgendwann aber kamen Missionare um zu verkünden, daß die Waldbewohner böse sind und mit einem gewissen Herrn Teufel im Bunde stehen, der arme Seelen nach dem Tod auf ewig in seinem Kochtopf schmort.
Immer mehr Menschen glaubten den Bekehrern aus Angst vor solch einem Schicksal. Nur Wenige gingen noch zu den wundersamen Plätzen im Wald, um die Wesen zu beschenken. Bald waren auch diese wenigen ausgestorben. Mehr und mehr mieden die Menschen die Wälder. Man erzählte sich gruselige Geschichten von Ungeheuern und Gespenstern.
Die neuen Berater hielten die Menschen sogar dazu an, die Wälder aufzuräumen, damit die "bösen Mächte" keinen Unterschlupf mehr finden sollten.
Allein die unzugänglichen Gebirgswälder ließen sich nicht aufräumen. Sie waren einfach zu wild. Und so zogen sich die hilfreichen Wesen dorthin zurück.
Seit diesen Zeiten halten sie sich vor uns Menschen versteckt. Nur sehr selten geben sie sich einem von uns zu erkennen und wer ihnen begegnet, muß damit rechnen, daß sie ihren Schabernack mit ihm treiben.
Aber nach wie vor wollen sie uns nicht wirklich Böses, vielmehr machen sie uns mit ihren Streichen darauf aufmerksam, daß es hilfreich ist, hin und wieder einmal über den Tellerrand zu schauen. |
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Schorsch, der Bauer
wohnte mit seiner Familie in einer bescheidenen Hütte in einem kleinen Bergdorf. |
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Kokus Lokus: Das Märchen vom Bauern Schorsch und dessen Begegnung mit einem Waldgeist
Ein Mensch, der mit den Waldbewohnern Bekanntschaft gemacht hat, ist Schorsch der Bauer. Schorsch wohnte in einem kleinen Bergdorf und hielt sich mit dem Anbau von Getreide so recht und schlecht über Wasser.
Früher waren die Ernten recht gut gewesen. Da hatte der kräftige, gesunde Boden wackere Pflanzen hervorgebracht, die Wind und Wetter zu trotzen vermochten. Nach den vielen Jahren aber, war der Boden müde und ausgelaugt. Bleich und verkrustet lag er da. Die Saat ging kaum mehr auf und das, was keimte, das kränkelt in dem rauhen, wechselhaften Mittelgebirgsklima vor sich hin.
Die Familie hungerte, denn die Ernte reichte bald nicht mehr für das tägliche Brot, geschweige denn, um etwas auf dem Markt zu verkaufen.
Ein vorbeiziehender Kaufmann hatte Schorsch erklärt, daß an all dem nur die Samenkörner schuld seine, die minderwertig, weil auf dem eigenen Feld gesammelt, seien.
Er erzählte von magischen Körnern, die er im Frühjahr auf dem Markt verkaufen werde und die garantiert fette, goldene Halme, und Ähren, so groß wie Bratwürste, hervorbringen könnten.
Im Frühling nun, als die Familie gerade so über den harten Winter gekommen war, entschied Bauer Schorsch, daß es so nicht weitergehen kann und machte sich mit dem letzten Notgroschen der Familie auf den Weg, um den Mann mit den Wundersamen zu suchen. |
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Im frühen Morgengrauen
machte sich Bauer Schorsch auf den Weg in die Stadt. |
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Er kannte den Weg durch den Wald gut, denn er war ihn schon viele Male gegangen. Die Stadt war einen halben Tagesmarsch von seinem Dorf entfernt.
Als er losgewandert war, hatte die Nacht den Wald noch in Dunkelheit gehüllt, - jetzt dämmerte es und die Morgennebel begannen aufzusteigen.
Tief atmete Schorsch die kühle, feuchte Morgenluft ein. Der Weg ging immer geradeaus und er schritt munter voran.
Als dann die aufgehende Sonne den Himmel rosa färbte, da vergaß er für den Moment seine Sorgen und fühlte sich glücklich wie selten in seinem Leben.
Die duftende Waldluft, das beginnende Vogelgezwitscher die Sonne, wie sie so über den Bergen aufstieg, die wunderbare Weite - all das ließ ihm das Herz aufgehen.
Aber Moment mal - wo war er eigentlich hier?
Solch einen Ausblick hatte es auf dem Weg in die Stadt noch nie gegeben. Die Stadt lag bergab im Tal und er war wohl, ohne es zu bemerken, bergauf gestiegen.
Nun ja, da würde er wohl wieder umkehren müssen. Aber wo er schon einmal hier war, konnte er an diesem schönen Plätzchen sein Brot verspeisen um sich zu stärken, bevor er weiterzog.
So setzte er sich unter eine knorrige Eiche und packte sein Bündel aus.
Wie er so kaute, da flog ihm plötzlich etwas an den Kopf - eine Eichel: "Autsch! - ist wohl vom Baum gefallen" sagte sich Schorsch. Aber eine Eichel - mitten im Frühling? Und wieder - "Autsch!" - diesmal kam das Geschoß eindeutig von der Seite und nochmal "Autsch!" - mitten auf die Nase.
"Zum Kuckuck, wer schmeißt den hier Sachen durch die Gegend?!" - schimpfte Schorsch.
Aus dem Gebüsch ließ sich ein Kichern vernehmen: "Hi Hi Hi - der Kuckuck war`s jedenfalls nicht."
Schorsch sprang auf und rannte zu den Büschen um nachzusehen, wer ihm hier einen Streich spielte. |
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Kokus Lokus
"Gestatten: Kokus Lokus, - Waldgeist. Ich weiß alles!" |
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Wie er so in die Sträucher späte, traf ihn wieder etwas - am Hinterkopf. Als er sich umdrehte, kicherte es wieder, - diesmal aus der entgegengesetzten Richtung.
"Wer bist du? - Zeig dich!" rief Schorsch.
"So, - du weißt nicht, wer ich bin?" piepste die Stimmme - "Dafür weiß ich aber, wer Du bist, Hi, Hi! Du bist nämlich Schorschi der Clevere, der stundenlang in die Stadt wandert, um einem windigen Geschäftemacher sogenannte Wundersamen abzukaufen, Hi Hi Hi Ha Ha Ho HoHo!!!"
Nun staunte Schorsch nicht schlecht: "Woher weißt du das?" - fragte er verdutzt.
Auf einmal stand vor ihm, wie aus dem Erdboden gewachsen, ein Männlein, so klein, daß es ihm gerade mal bis zu den Knien reichte. Sein grünes Gewand schien aus Blättern gemacht zu sein und sein langer, grauer Bart reichte bis zum Boden. Das Gesicht war runzelig, wie eine uralte Baumwurzel und auf dem Kopf hatte er eine Mütze, die aussah, als bestünde sie aus Moos.
Vom Lachen hatte der Wicht noch immer Tränen in den Augen.
"Gestatten: Kokus Lokus, - Waldgeist. Ich weiß alles!" stellte er sich vor.
"Schön, dann weißt Du sicher auch, daß ich in großer Not bin. Meine Familie wäre mir im Winter beinahe verhungert und jetzt bin ich unterwegs in die Stadt um den Kaufmann mit den Wundersamen zu finden."
"Ziegenköttel!" sagte der Wicht.
"Wie Bitte?"
"Es sind Ziegenköttel, die der gute Mann verkauft, - eingefärbte Ziegenköttel. Letztes Jahr waren sie gelb, vorletztes Jahr rot und dieses Jahr sind sie, soweit ich weiß, grün. Der Mann war vor vielen Jahren schon einmal hier in der Gegend und hat ein gutes Geschäft gemacht. Als die Bauern dann dahinter kamen, daß er sie betrogen hatte, war er schon über alle Berge. - Naja Du bist ihm jedenfalls gründlich auf den Leim gegangen, wies` scheint, Hi, Hi, Hi!"
"Über das Unglück anderer Leute spottet man nicht!" - rief Schorsch.
"Unglück?! - Dummheit meinst du wohl? Oder glaubst Du ernsthaft an Ähren, so groß, wie Bratwürste? Und womit wolltest du eigentlich bezahlen?"
Schorsch holte seinen Notgroschen aus der Tasche.
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Die Kokus-Lokus-Mischung
"Hier hast du für den Anfang ein Säckchen Samen, sagte Kokus-Lokus zu Schorsch... |
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"Ha Ha Ha Hi Hi" lachte Kokus Lokus von Neuem los " Dafür hättest du nicht einmal einen halben Ziegenköttel bekommen. 10 Stück kosten mindestens fünf Goldstücke - Na das hätte Dich dann wenigstens davor bewahrt, wenn ich nicht gewesen wäre."
"Wieso du?" fragte Schorsch erstaunt. "Ich habe mich hierher verlaufen - bin wohl vom Weg abgekommen"
Kokus Lokus stützte die Hände in die Seiten und baute sich breit vor Schorsch auf:
"Du bist ganz und gar nicht zufällig vom Weg abgekommen, ich habe Dich hierher geführt. Weißt Du Schorsh, ich kenne dich sehr gut und ich kann dich gut leiden. Du hast das Herz am rechten Fleck und wenn Du Dich auf die Ziegenköttel verlassen hättest, dann hättest du mitsamt deiner Familie den nächsten Winter nicht überlebt. Ich würde das sehr schade finden, - ihr Menschen seid sowieso schon so kurzlebig
da wollte ich dir helfen."
Schorsch setzt sich auf den Boden und stützte nun ganz traurig den Kopf in die Hände.
"Das ist ja sehr freundlich von dir, daß du mir helfen willst - aber nun weiß ich überhaupt nicht mehr weiter. Die Wundersamen waren meine letzte Hoffnung."
Jammerte er.
"Hör auf zu jammern - papperlapapp - >letzte Hoffnung< Schnickschnack!!! Mir scheint, du hast zwar ein gutes Herz, aber als der Grips verteilt wurde bist du zu kurz gekommen! Weißt du, warum du nichts mehr erntest?!" rief der Waldgeist ärgerlich.
"Ja natürlich, wegen der schlechten Samenkörner!" entgegnete Schorsch, dem nun schon die Tränen der Verzweiflung in den Augen standen.
"FALSCH!!! Ich will Dir sagen, warum: Deinem Boden ist schon ganz schlecht vom vielen Getreide. Die Landschaft ringsherum grünt und blüht satt und üppig und er bekommt seit Jahren nichts als Getreide. Die würzigen, saftigen Kräuter geben sich alle Mühe, um dir zu gefallen aber alles, was du für sie übrig hast ist ein Hackenstich, mit dem du sie von deinem Acker verjagst.
Dabei gedeiht würziges und heilkräftiges Grün nirgendwo besser, als in den Bergen. Aber anstatt mit offenen Augen durch die Lande zu gehen und dir ein Beispiel an der Fülle und dem Reichtum der Natur zu nehmen, schaust du lieber zu, wie auf deinem Feld alles verschimmelt und läßt dir einen Bären von einem Schwindler aufbinden. Na Bravo! Manchmal kommt mir der Gedanke, daß ihr Menschen eine glatte Fehlkonstruktion seid, so wie ihr euch benehmt!"
Aber ich kann doch wohl schlecht Unkraut anbauen!" heulte Schorsch.
"Wieso nicht?" fragte Kokus Lokus.
"Was habt ihr denn im Winter gegessen, als eure Vorräte zur Neige gingen? -Unter anderem die zarten grünen Blättchen von Brennesseln und Löwenzahn, die deine Frau im zeitigen Frühjahr vom Rande eures Ackers einsammelte! Was hat euch geholfen, als ihr euch allesamt erkältet hattet?
Der wilde Thymian, den deine Kinder im Sommer von ihren Streifzügen zu den Bergwiesen mitgebracht haben.
Das Haar deiner Frau an dem du so gern riechst - es duftet nach Kamille!
Ihre Blüten stecken auch in dem Kissen, das ihr eurem Kleinsten ins Bettchen legt, damit es besser schlafen kann. Den Dost von der Wiese gibst du sogar deiner Kuh zu fressen, damit sie bessere Milch gibt und wenn dir die Hexe ins Kreuz gefahren ist, dann tut das rote Öl vom Johanniskraut auf deinem Rücken gute Dienste.
Und das nennst du Unkraut? Du lebst in Saus und Braus und merkst nichts davon. Die Gichtgeplagten reichen Damen und Herren in der Stadt geben ein Vermögen für eine Brennesselsuppe die wieder Leben in ihre wohlstandsgeplagten Gedärme bringt oder ein Kräuterschnäpschen, das ihnen das Blut nur so durch die Adern scheucht. Sie würden gern ihr Haupt auf Kräuterkissen betten, damit der Kopfschmerz endlich nachläßt oder mit duftenden Essenzen ihre müden Glieder wecken.
Diese Leute bezahlen Kräutersammler um die Kostbarkeiten zu bekommen, die du achtlos aus dem Boden ziehst. Und wenn die so weiter sammeln, dann wird es bald auf meinen Wiesen und in meinen Wäldern nicht mehr soviel Auswahl geben. So - und deshalb beauftrage ich dich hiermit, den Kräutern auf deinem Acker Platz zu machen und sie zu pflegen.
Wenn du das tust, werden sie es dir mit reicher Ernte und mit einem guten Auskommen danken. Hier hast du für den Anfang ein Säckchen Samen. Jetzt geh nach Hause und bestell dein Feld. Wenn du es geschickt anstellst, dann wirst du mit deiner Familie in Zukunft immer gut versorgt sein - das verspreche ich dir."
Mit diesen Worten verschwand Kokus Lokus genauso schnell, wie er gekommen war.
Schorsch stand mit großen Augen und offenem Mund da wie vom Donner gerührt.
Hatte er geträumt?
Aber als er auf seine Hände schaute, hielt er da einen prall gefüllten unscheinbaren Lederbeutel. Er war ja schon einigermaßen verärgert. Dieser Wicht hatte ihn beschimpft und beleidigt - eine Unverschämtheit! Doch dann öffnete er das Säckchen um nachzusehen, was denn nun da drin war.
Kaum aber hatte er das Band gelöst, da stieg ihm ein köstlicher Duft entgegen. Kräftig, würzig, süß und doch herb, einfach unwiderstehlich. Und wie er so die Nase noch tiefer in den Beutel steckte, da sah er, das der mit unzähligen unterschiedlichen Arten von Samenkörnern gefüllt war - da gab es große dicke, kleinere flache, längliche, kantige, schwarze, braune, gelbe, rötliche und sogar welche, die ganz winzig klein waren.
Vom herrlichen Duft beinahe berauscht, schnürte er das kostbare Geschenk wieder sorgfältig zu und machte sich sehr nachdenklich auf den Heimweg. Er selbst hatte keine Ahnung, wo er war, seine Füße schienen den Weg jedoch zu kennen.
Wieder stärkte ihn die frische Luft. Die Bäume ringsum fühlten sich wie Freunde an und es schien ihm, daß sie ihm mit ihren grünen Astarmen freundlich zuwinkten. Als er im grünen Dämmerlicht eines dichten Fichtenwaldes dahin schritt umfing ihn ein Gefühl wohliger Geborgenheit und ein tiefes Vertrauen, wie er es nur noch aus fernen Kindertagen kannte breitete sich in ihm aus. |
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Die Pfefferminze von Bauer Schorsch war ganz besonders begehrt.
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Einige Wochen später:
Bauer Schorsch hatte die Ratschläge des Waldgeistes befolgt und sein Feld mit den Samen aus dem Säckchen bestellt. Bald darauf hatte es auf dem Acker zu grünen und zu sprießen begonnen. Sonne und Frühlingsregen sorgten dafür, daß die Pflanzen in beachtlichem Tempo wuchsen und als Schorsch eines Morgens vor die Türe trat, den frischen Duft einsog und sich die vor Tau glitzernde grüne Pracht besah, da fand er, daß es nun Zeit für die erste Ernte sei. Die Arbeit ging schnell von der Hand und bald hatte er mehrere Körbe übervoll gefüllt
Wieder machte er sich auf den Weg in die Stadt.
Als er ankam, war der Markt schon längst im Gange. Wie er sich so durch die Menge zwängte, um einen guten Platz zum Verkauf seiner Kräuter zu suchen, da scharten sich immer mehr Menschen um ihn. Sie waren, angelockt vom köstlichen Duft aus Schorschs Kiepe neugierig herbei geeilt um zu sehen, was der Mann wohl zu verkaufen hat.
Ein Bündel nach dem anderen wurde ihm förmlich aus der Hand gerissen. Die Taler klingelten nur so in seinen Beutel und eh er sichs versah, war der Tragekorb leer und das Säckchen (ja, es war genau das, welches er von Kokus Lokus bekommen hatte) war schwer und prall - diesmal nicht von Samen, sonder von Goldstücken.
Weil er seine Waren so schnell verkauft hatte, konnte er noch glücklich über den Markt schlendern und Leckereien für sich und die Familie einkaufen. Er erstand hier einen riesigen Käse, dort eine gute Flasche Wein, Marzipan, kandierte Früchte und was man eben sonst noch so alles braucht, um gebührend zu feiern.
Den anderen Teil seiner Goldstücke legte er in ein Ponnygespann an, daß ihn noch in der selben Nacht im Galopp in sein Bergdorf brachte. Dort wurde gefeiert und gespeist, getanzt und gesungen und auf den Erfolg angestoßen.
Und weil die Kräuter umso schneller wuchsen, je öfter sie geschnitten wurden, war die Familie bald sehr wohlhabend. Und doch konnte Schorsch nicht soviel ernten, wie er hätte verkaufen können.
Das machte ihm aber nicht viel aus, denn er zog es vor, mit seiner Familie ein geruhsames Leben zu führen.
Und wer ihnen diesen Reichtum beschert hatte, das vergaß die Familie niemals. Zum Dank pflanzten sie inmitten ihres Ackers eine Insel aus Sträuchern und Bäumen und Schorschs Frau brachte regelmäßig einen Kuchen und etwas Wein dorthin um sich bei Kokus Lokus dem Waldgeist zu bedanken. |
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