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Wenn
die Pflanzen dann kräftig gewachsen sind ist die Zeit zum Ernten
gekommen.
Die meisten gängigen Gewürzkräuterarten die in unseren
Breiten gedeihen können ständig geerntet werden. Bei ausschließlich
krautigen Arten wie z.B. Petersilie, Schnittlauch und Verwandten, Pimpinelle,
Borretsch Sauerampfer usw. werden die ganzen Blätter geschnitten.
Sie treiben dann von unter wieder kräftig aus. Bei verholzenden Pflanzen,
also z.B. Salbei, Basilikum, Rosmarien, Minze u.a. schneidet man die Triebspitzen.
Sie sind zart und gut im Geschmack, haben einen hohen Gehalt an Inhaltsstoffen
und durch ihre Entfernung wird die Pflanze zu buschigem, kompaktem Wachstum
angeregt.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen
wie z.B. Beifuß. Bei ihm sind nur die Blütenstände aromatisch
und zwar am stärksten, wenn die Knospen noch geschlossen sind. Sie
werden ab etwa Anfang August geschnitten. |
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Übrigens - nein, eine goldene Sichel ist nicht unbedingt zum Kräuterschneiden
nötig. Ein scharfes Messer oder eine Schere - möglichst aus
Edelstahl tun´s genauso gut.
Was hinter der Geschichte mit der goldenen Sichel von Miraculix, dem gallischen
Druiden, steckt?
Nun, meine persönliche Version ist folgende: Es ist bekannt, daß
unedle Metalle mit den Inhaltsstoffen von Kräutern reagieren können.
Dabei können unerwünschte Verbindungen entstehen, oder z.T.
giftige Spuren der Metalle in den Zubereitungen landen.
Das wußten Miraculix und seine Kollegen wahrscheinlich auch schon.
Nun hatte er damals noch kein Edelstahl zur Verfügung. Statt dessen
kannte man Gold als edelstes Metall und so wurden Kräuter eben mit
goldenen Messern und Sicheln geerntet.
Wichtig ist, daß das Arbeitswerkzeug scharf und sauber ist. So werden
die Verletzungen an den Pflanzen möglichst gering gehalten und die
Gefahr von Infektionen ist nicht so groß.
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Mindestens ebenso wichtig, wie das Erntewerkzeug ist die Wahl des richtigen
Erntezeitpunktes.
Es empfiehlt sich nicht, Kräuter in großen Mengen nach längeren
Regenperioden zu schneiden. Dann sind die Gehalte sämtlicher wertgebender
Inhaltsstoffe i.d.R. gering. Außerdem sind die Pflanzen feucht und
lassen sich schlecht trocknen.
Ein guter Zeitpunkt zur Ernte sind die Morgenstunden nach einigen sonnigen
Tagen. Dann sind besonders ätherische Öle reichlich enthalten.
Wenn die Pflanzen zwischen 7 - und 9 Uhr morgens geschnitten werden reichte
die Sonne bereits aus, um den Morgentau zu trocknen.Ab mittag ist die
Einstrahlung bereits so stark, daß die ätherischen Öle
regelrecht verdunsten.
Wichtig!: Es sollten nur gesunde einwandfreie Pflanzenteile verwendet
werden!
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