| |
Verarbeitung nach der Ernte |
|
| |
Sind die Kräuter erst einmal geschnitten, ist es wichtig sie schnell weiter zu bearbeiten, denn jede unsachgemäße Lagerung kostet Aroma und Heilkraft.
Die einfachsten Methoden der Aufbereitung sind Trocknen oder Einfrieren.
Meiner eigenen Erfahrung nach sind Pflanzen mit leicht flüchtigen, frischen Aromen, wie z.B. Petersilie, Kerbel, Dill, Schnittlauch, Sauerampfer besser zum Einfrieren, als zum Trocknen geeignet.
Kräuter, mit eher herben, harzigen, Aromen, wie z.B. Thymian, Bohnenkraut, Salbei Liebstöckel usw. behalten auch beim Trocknen ihr Aroma.
Um Kräuter zu trocknen kann man sie entweder in Sträußen aufhängen oder dünn auf Packpapier auslegen. Der optimale Kräutertrockenplatz ist trocken, schattig und sehr gut belüftet. Möchten sie die Kräuter in Bündeln aufhängen, dann sollten sie nur wenige Stiele in einem Strauß zusammenfassen, damit die Pflanzen leicht und schnell trocknen können. |
|
| |
 |
|
Kräuteressig:
Aroma für den Winter |
|
|
| |
Sind die Bedingungen optimal, dann sind die Kräuter innerhalb von 4 - 5 Tagen fertig. Sie müssen dann beim Anfassen knistern und zwischen den Fingern zu Pulver zu zerreiben sein.
Man kann Pflanzen auch im Backofen trocknen. Das ist zwar nicht die schonendste Methode, empfiehlt sich aber bei Arten, bei denen die oben genannten Verfahren nicht so gut funktionieren. Dazu gehören nach meinen Erfahrungen zum Beispiel Salbei oder Liebstöckel.
Wenn Salbei nicht schnell genug trocknet, können sich die Blätter braun verfärben. Man sollte sie dann nicht mehr verwenden. Beim Liebstöckel hab ich beobachtet, daß die Blätter gelb werden, wenn sie nicht innerhalb von 2-3Tagen völlig trocken sind.
Um Pflanzen im Ofen zu trocknen stellt man ihn auf 50°C ein , verteilt das Trockengut dünn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech, schiebt es in die Mitte des Ofens und läßt die Ofentür einen Spalt breit offen ( Holzlöffel dazwischenklemmen!), damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Hin und wieder sollten die Kräuter dann gewendet werden.
|
|
| |
 |
|
Kräuterpesto
lecker nicht nur zu Pasta. |
|
|
| |
Das Einfrieren von Kräutern ist denkbar einfach. Von den frisch geschnittenen Pflanzen werden harte Stiele entfernt, die Kräuter werden gehackt ( nach Wunsch grob oder fein) und können dann im Gefrierbeutel oder in einer Gefrierdose, säuberlich beschriftet, der Kälte übergeben werden. Sie sind so etwa ein Jahr (also bis zur nächsten Ernte) haltbar.
Verwendet werden sie direkt aus dem Gefrierschrank im noch hart gefrorenen Zustand. Dann können sie leicht noch etwas zerbröselt werden und gelangen ohne Qualitätsverlust direkt auf den Teller.
Man kann Kräuter natürlich auch konservieren indem man sie in Essig oder Öl einlegt. Wie`s gemacht wird und wie man Tees und leckere Gerichte mit Kräutern zubereiten kann lesen sie auf den folgenden Seiten und auch unter Rezepte. |
|