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Die ersten Sonnenstrahlen
künden vom Frühling und lassen Schnee und Eis dahinschmelzen,
es wird warm. Frühjahrsputz ist angesagt. Die Fenster werden aufgerissen (hmm
die Vögel zwitschern und sind schon ganz und gar in Frühlingslaune!),
- frische Luft muß rein, - und die Überreste des Winters müssen
raus!
Das ganze Haus wird frisch geputzt und mit Frühlingsblumen geschmückt.
Und dann - ein schöner Frühlingsspaziergang! Endlich muß ich
nicht mehr diese dicken Sachen anziehen. Die Sonne und die Bewegung in
der erwachenden Natur tun gut.
Aber irgendwie steckt mir der Winter noch immer in den Knochen. Dieser
Frühjahrsputz war ganz schön anstrengend und trotz des erfrischenden
Spaziergangs schleicht sich die Frühjahrsmüdigkeit ein. Dabei
habe ich gerade jetzt soviele neue Ideen, die ich am liebsten sofort
in die Tat umsetzen möchte, ich möchte mit der voranstürmenden
Natur tanzen und die frisch aufstrebenden Kräfte um mich herum nutzen.
Da ist wohl noch ein Frühlingsputz von innen nötig. Klar, ich esse gern frisches Obst und ,- meinem frühlingshaften
Appetit folgend, - auch wieder leichtere Kost mit vielen frischen Kräutern
und Gemüsen. Aber was eignet sich besser, um winterliche Trägheit
fort zu spülen, als besonders viel zu trinken? Viel trinken ist
immer wichtig, - nicht nur im Frühling. Die meisten Menschen trinken
ohnehin viel zu wenig.
Wenn es Frühling wird, können wir unserem Körper aber
auf diese Weise auch noch mit Kräutertees helfen, die winterliche
Kälte zu verabschieden und sich auf die wärmere, aktivere Jahreszeit
einzustellen, - kurz : aus dem Winterschlaf zu erwachen. |
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Ich verwende für frühlingshafte
Kräutertees gern folgende Pflanzen:
Brennesseln, Birkenblätter, Schachtelhalm, Löwenzahn, Drachenkopf,
Zitronenmelisse oder auch Hollunderblüten.
All diese Kräuter haben die Eigenschaft, den Stoffwechsel
anzuregen und die Harnausscheidung zu steigern. Dadurch wird die Ausscheidung
von Stoffwechselprodukten gefördert. Brennesseln, Birkenblätter
und Schachtelhalm regen besonders die Nieren- und Blasentätigkeit
an. Löwenzahn unterstützt zusätzlich die Leber. Hollunderblüten,
Drachenkopf und Melisse sorgen für die frühlingshafte Wärme.
Ein würziger Tee aus solchen Kräutern
schmeckt köstlich, enthält reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente,
bringt den Organismus in Schwung und die „Säfte“ ins
Fließen, - Genau wie ein warmer Frühlingsregen die erwachende
Natur belebt.
Kräutertees zum Genießen und zur Steigerung
des Wohlbefindens bereite ich übrigens so stark oder schwach zu,
wie ich sie am liebsten mag, - es soll ja ein Genuß sein!
Wenn es um den Frühjahrsputz von innen geht, dann empfinde ich milder
zubereitete Tees als besonders angenehm. Schließlich soll`s ja alles „ins
Fließen“ kommen und dafür braucht` s Flüssigkeit.
Apropos Flüssigkeit, - bei solch harntreibenden Kräutertees sollte
natürlich auch das Trinken von reichlich Wasser nicht vergessen werden,
damit die inneren Quellen auch so richtig ins Sprudeln kommen. ;-)
Für Frühjahrskuren, wie sie traditionell empfohlen
werden, werden über 4 bis 6 Wochen 2-3 Tassen Kräutertee täglich
getrunken. Allerdings sollte auch hier der eigene Appetit nicht völlig
außer acht gelassen werden, denn er ist ein wichtiger Indikator
dafür, wann, wie oft und wie lange eine bestimmte Kräutermischung
oder ein bestimmtes Kraut gut tut und gut bekommt. Spätestens nach
dieser Zeit sollte die Mischung verändert, das Kraut gewechselt,
oder eine Pause eingelegt werden.
Bei ernsteren gesundheitlichen Problemen vor allem mit den Nieren oder dem
Herzen, sollten Sie sich vor Beginn einer Frühlings – Tee – Kur
die offizielle heilkundige Fachkraft Ihres Vertrauens um Rat befragen. ;-)
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